MH370-Wrack vermutlich weiter im Norden

Foto: epa/Amiel Meneses
Foto: epa/Amiel Meneses

SYDNEY (dpa) - Mehr als drei Jahre nach dem Verschwinden einer malaysischen Passagiermaschine mit 239 Menschen an Bord gibt es neue Vermutungen, das Wrack könnte sich außerhalb des zuletzt abgesuchten Gebiets befinden. Die australische Wissenschaftsbehörde CSIRO veröffentlichte dazu am Freitag einen Bericht. Demnach liegen die Reste der Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs MH370 vermutlich eher weiter nördlich im Indischen Ozean.

Mangels Erfolgsaussichten war die Suche nach der vermissten Boeing 777 im Januar offiziell eingestellt worden, trotz aller Proteste von Angehörigen. Die Wissenschaftsbehörde Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) sieht sich nun aber in der Vermutung bestärkt, dass das Wrack im Norden des 120.000 Quadratkilometer großen Gebiets liegt, das zuletzt abgesucht wurde. Das Gebiet, in dem die Wissenschaftler die Maschine vermuten, umfasst aber immer noch eine Fläche von 25.000 Quadratkilometern.

Grundlage für den Bericht sind Strömungsversuche mit einem Steuerruder, das für die Tragfläche einer Boeing 777 entwickelt wurde. Ein Steuerruder, das vermutlich von der vermissten Maschine kommt, war 2015 an einem Strand der Insel La Réunion vor der Küste Afrikas entdeckt worden. Die Maschine war auf dem Flug von Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur nach Peking, als sie mitten in der Nacht plötzlich von den Radarschirmen verschwand.

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Leserkommentare

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michael meier 23.04.17 18:10
MH 370
Klasse Bericht , wahrscheinlich liegt die Maschine irgendwo , laßt uns weiter spekulieren und dafür haben die " EXPERTEN " 3 Jahre gebraucht !
Jürgen Franke 22.04.17 18:31
Soweit mir bekannt ist, erhält der Hersteller der
Triebwerke Signale, die nicht von außen abgeschaltet werden können. Er verweigert jedoch Auskünfte.
Walter Breymann 22.04.17 16:30
Wie wir uns alle erinnern,..
...gab es seinerzeit ca. 20 Zeugen, die das Flugzeug dicht über der Insel Kudahuvadhoo am frühen Morgen des 8.3.2014 gesichtet haben. Diese Zeugenaussagen wurden von der maledivischen Regierung jedoch als unwahr abgetan, obwohl einige der Zeugen durchaus in der Lage wahren, den Unterschied zwischen einer DASH8 (Turboprop von Bombadier), die dort angeblich geflogen sein soll, und der MH 370 zu beschreiben. In diesem Zusammenhang vielleicht noch zu erwähnen, dass die Malediven sich auf Betreiben der U.S.A. nicht an der Suche der MH370 beteiligten. Dann gibt es noch den es airline manager Marc Dugain, der nach eigenen Worten: "had been warned not to look too closely into the case of MH370 by a British intelligence officer who told him that he was taking "risks". Von daher müssen wir also weiter auf die Enthüllungen der CIA und/oder des Mossad und des M16 warten.
Ingo Kerp 22.04.17 14:25
Bleibt zu hoffen, das die Angehörigen endlich ihren Frieden finden können.