Höhere Sicherheit für Touristen

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Nur über eine erhöhte Sicherheit kann Thailand mehr Qualitätstouristen ins Land holen, fordert die Präsidentin der Thailändischen Hotelvereinigung, Supawan Tanomkieatipume.

Sicherheit müsse ausländischen Urlaubern von der Ankunft bis zum Verlassen des Landes garantiert werden, zitiert die „Bangkok Post“ die Präsidentin. Sie verweist auf Japan mit seinen hohen Sicherheitsstandards als eines der sichersten Länder weltweit. Thailändische Behörden dürften kriminelle Aktivitäten rund um den Tourismus nicht tolerieren, müssten sogenannte Zero-Dollar-Touren für Besucher aus der Volksrepublik China, illegale Hotels und Reiseleiter, Mafiabanden und Taxifahrer, die Gesetze brechen, bekämpfen.

Nach Angaben der Tourismusbehörde starben im Vorjahr 228 ausländische Urlauber, weitere 540 erlitten Verletzungen. Die meisten Touristen (41%) ertranken oder wurden beim Wassersport getötet, 22 Prozent starben bei Verkehrsunfällen, 16 Prozent hatten gesundheitliche Probleme und 7 Prozent begingen Selbstmord. Die fünf Provinzen mit den meisten Todesfällen von Ausländern waren Chiang Mai, Surat Thani, Phuket, Krabi und Chonburi. Die Liste der Toten und Verletzten in diesen Provinzen führen Chinesen an (79 Tote, 221 Verletzte) an, es folgen Franzosen (18/41), Briten (17/27), Amerikaner (12/21) und Deutsche (11/22). Laut der Tourismusbehörde waren an der Andamanensee und an der westlichen Küste des Landes die meisten Toten und Verletzten Chinesen, gefolgt von Russen, Deutschen und Briten.

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Leserkommentare

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Hans im Glück 10.10.17 14:58
Spät aber nicht zu spät
Als für einigen Jahren eine Bekanntin in Nakhon Sawan den Führerschein beantragte fuhr sie selber zum Verkehrsamt. Der Beamte sagte ihr dann "na fahren können sie ja schon" dann machen sie mal die mündliche Prüfung. Beim ersten Mal fiel sie prompt durch. Am Imbisstand fragte man sie dann ob sie denn auch die Prüferin 500 THB gegeben hat. Dies wurde verneint, darauf bekam sie zu hören, dass sie dann weiter durch die Prüfung fallen würde, wenn sie diese nicht bezahlen. würde. Am nächsten Tag bekam die beiden Prüferinnen dann jeweils 500 THB und schon bestand sie dann die Prüfung und erhielt den Führerschein
Martin Berger 10.10.17 13:14
Höhere Sicherheit...
Ja...Und täglich grüsst das Murmeltier...dieser Film fällt mir da nur ein, bei solchen Meldungen. Fangen wir mal bei den Ertrunkenen an. Natürlich ist erstmal jeder selbst für sich verantwortlich ( baden im Suff ist nicht zu empfehlen), aber ich such nach wie vor an Pattayas Stränden die Rettungsschwimmer. Noch nie " Bay Watch" Serien gesehen????Die einstmal wunderschönen Rettungsschwimmerhochsitze aus teuerstem Edelstahl, sind ja, wie sollte es auch anders kommen. längst wegen Verrottung und Nichtnutzung wieder von den Stränden verschwunden. Es wäre doch mal ein Anfang, Rettungsschwimmer, Boote und alles, was man so braucht an die Strände zu bringen. Alle Welt kann es, hier ist es ein Problem. Na ja und die Verkehrstoten. Letztes Jahr war wieder mal Aufbruchstimmung, um die Zahl der Verkehrstoten zu reduzieren, was ist davon geblieben?? Höhere Zahlen an Verkehrstoten. kein Wunder, wenn man teilweise sogar Polizisten ohne Helm sieht oder mit offenen Helmverschlüssen. Schon mal was von Vorbild Wirkung gehört??? Zwar steht die Polizei nun mit ihren tollen neuen Motorrollern, ständig mit angeschaltetem Blinklichter ( sieht ja toll und wichtig aus) an der Strasse herum, aber damit hat sichs auch. Kurzzeitig funktionierten ja auch wieder mal, die meist zwar nicht beachteten Fussgängerampeln, aber neulich blinkten die auch schon wieder lustig auf " Gelb". Stellt doch einfach mal jeden Tag einen Polizisten an eine Ampel und haltet das mal einen langen Zeitraum durch!!!
Jürgen Franke 09.10.17 22:03
Es ist schon höchsterfreulich, dass die
Hotelvereinigung sich jetzt bemüht, den Touristen klar zu machen, dass man in Thailand zwar im Paradies gelandet ist, das jedoch seine Tücken hat. Dass kein Verkehrsteilnehmer am Zebrastreifen hält, braucht nicht erklärt zu werden, denn das merken die Ankommenden schon sehr schnell selbst, da die Streifen auf der Fahrbahn sind längst nur noch schwer zu erkennen und die Hinweisschilder beachtet keiner. Denn 22% der Touristen sterben bei Verkehrsunfällen, wenn man nicht zu denen 41% gehört, die ertrunken sind. Vor kurzem wurde ein Polizist ausgezeichnet, der einen kleinen Jungen retten konnte, in dem er ihn auf den Bürgersteig zurück stieß, da er erkannte, dass der heranrasende Mopedfahrer sicherlich nicht mehr am Zebrastreifen halten konnte.
Wieland Wenz 09.10.17 21:10
ChiangMai soll die meisten Fahrschulen haben!?
Da aber dort wohl kaum einer ertrinkt, muessen die dort wohl trotz Fahrschule wie die Henker fahren. Das hoert sich fast wie Russland an, wo , trotz Fahrschule die Fuehrerscheine "auf dem Basar verkauft werden". Ich komme jetzt 30 Jahre nach TH. Frueher als RucksackTourist, da hat es eigentlich nicht an Sicherheit gefehlt! Jetzt sind es 30 Mio Touristen und die Sicherheit fehlt!