Erneut Pilotenstreik bei Brussels Airlines

Brussels Airlines-Flugzeugstart am Brüssel-nationalen Flughafen in Brüssel. Foto: epa/Stephanie Lecocq
Brussels Airlines-Flugzeugstart am Brüssel-nationalen Flughafen in Brüssel. Foto: epa/Stephanie Lecocq

BRÜSSEL (dpa) - Nach ergebnislosen Verhandlungen im Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines wollen die Piloten der belgischen Fluggesellschaft am Mittwoch erneut streiken.

Es sollen nur rund 65 Flüge der üblichen rund 250 täglichen Flüge stattfinden, wie aus einer Online-Übersicht des Betreibers vom Dienstag hervorging. Zwischen Brüssel und Deutschland werden 8 Flüge angeboten.

Gewerkschaft und Airline hatten am Montag keine Einigung erzielt, wollen sich aber am Mittwoch erneut zu Verhandlungen treffen. «Wir hoffen, dass wir bald zu einer Einigung kommen», sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Die Piloten fordern höhere Gehälter und Renten sowie einen besseren Ausgleich zwischen Freizeit und Arbeitszeit. Die Gewerkschaft kritisiert unsichere Arbeitsbedingungen und verlangt von der deutschen Muttergesellschaft Klarheit über die Zukunftspläne.

Die Lufthansa hatte Brussels Airlines Anfang 2017 übernommen. Bereits am Montag waren wegen eines Pilotenstreiks nach Unternehmensangaben drei Viertel der Brussels-Flüge gestrichen worden, rund 50.000 Passagiere werden voraussichtlich an beiden Tagen vom Streik betroffen sein. Die beiden Streiktage könnten die Fluggesellschaft demnach rund zehn Millionen Euro kosten.

Betroffene können ihre Flüge nach Angaben der Airline gratis umbuchen oder stornieren. Passagiere, die an ihrem Ziel festsäßen, würden in einem Hotel untergebracht oder könnten mit der Lufthansa oder einer anderen Airline fliegen.

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Leserkommentare

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René Schnüriger 16.05.18 12:24
Streiks
Fazit, Hände weg von Belgischen Fluggesellschaften! Der Kauf der damaligen Sabena leistete einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zum Konkurs der Swissair. Scheinbar ein streikfreudiges Völkchen die Belgier. Hoffen wir, dass die Lufthansa einen längeren Atem hat, sowie über die Gnade verfügt, nicht jede Schrottgesellschaft einzukaufen wie Swissair selig.