NEU-DELHI: Giftige Gase, dichter Rauch: Nach einem Unglück auf einer Tunnelbaustelle kämpfen Helfer um das Leben der Verschütteten.
Bei einer Gasexplosion an einer Tunnelbaustelle im Nordosten Indiens sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Bis zum Dienstagnachmittag (Ortszeit) galten nach Angaben des Bauherrn noch mindestens 15 Personen als verschüttet. Rettungskräfte seien im Einsatz, um nach ihnen zu suchen. Nach bisherigen Informationen von der Unglücksstelle im Bundesstaat Sikkim seien 25 Beschäftigte eingeschlossen worden, 10 von ihnen seien gestorben, hieß es.
Das Unglück ereignete sich am Montag in einem Tunnel für ein Wasserkraftwerksprojekt. Es sei auf die «plötzliche, explosive Freisetzung von vermutlich im Gestein eingeschlossenem Methangas zurückzuführen, was zur Entstehung von dichtem Rauch und giftigen Gasen führte», teilte das öffentliche Versorgungsunternehmen NHPC mit. Eine Untersuchung solle die genaue Unglücksursache klären.
Bericht: Zugang zum Tunnel durch Erdrutsch versperrt
Erste Informationen hätten darauf hingedeutet, dass durch die Explosion vermutlich auch ein Erdrutsch ausgelöst worden sei, berichtete der indische Sender NDTV. Dadurch sei der Zugang zum Tunnel versperrt worden.
Indiens Premierminister Narendra Modi äußerte sich angesichts der Todesopfer bestürzt. Er spreche den betroffenen Familien sein tiefstes Beileid aus, schrieb Modi auf X. Er kündigte finanzielle Hilfe für die Hinterbliebenen an.