WEF prüft Vorwürfe gegen Schwab

An einem Gebäude vor der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos ist das Logo des Weltwirtschaftsforums zu sehen. Foto: epa/Michael Buholzer
An einem Gebäude vor der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos ist das Logo des Weltwirtschaftsforums zu sehen. Foto: epa/Michael Buholzer

GENF: Er galt als Gesicht der jährlichen Gipfeltreffen in den Schweizer Bergen. Vor kurzem trat der Ökonom zurück. Nun wird untersucht, ob er als Forums-Vorsitzender Berufliches und Privates vermischte.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) untersucht nach eigenen Angaben Vorwürfe gegen seinen Gründer und langjährigen Vorsitzenden Klaus Schwab. Zuvor hatte die US-Zeitung «Wall Street Journal» von angeblichem finanziellem und ethischem Fehlverhalten von Schwab und seiner Ehefrau berichtet.

Der aus Deutschland stammende Ökonom war vor wenigen Tagen von seinen WEF-Funktionen zurückgetreten. Die Organisation, die das jährliche Gipfeltreffen von Staats- und Wirtschaftslenkern in Davos in der Schweiz abhält, teilte nun in Genf mit, dass sie einen Brief mit Anschuldigungen gegen Klaus Schwab erhalten habe.

Die interne Revision des Weltwirtschaftsforums gehe mit externen Juristen diesen Informationen nach, kündigte das WEF an. «Das Forum nimmt diese Vorwürfe ernst. Es betont jedoch, dass sie unbewiesen sind», hieß es in der Stellungnahme.

Schwab lässt Vorwürfe zurückweisen

Ein Sprecher der Schwabs wies im Gespräch mit dem «Wall Street Journal» alle Vorwürfe zurück, wonach das Ehepaar Grenzen zwischen privaten und WEF-Angelegenheiten missachtet hätte.

Am Montag war der Rücktritt Schwabs publik geworden. Dies habe er «zu Beginn meines 88. Lebensjahres» beschlossen, zitierte ihn das WEF ohne nähere Begründung.

Das Weltwirtschaftsforum ist eine Stiftung, die Schwab 1971 gründete. Das Jahrestreffen in Davos in den Schweizer Bergen gilt als eine der wichtigsten Plattformen für Spitzenpolitiker, Top-Manager, Wissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt.

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Ernst Schwartz 25.04.25 12:23
Na und?
Für mich ist die Geschichte einzig publik gemacht worden, um ihn loszuwerden, interne Machtkämpfe. Wenn eine schweizerische Bundesrätin (Staats-Ministerin) ihren Ehemann mit dem Helikopter von zu Hause zum Skilaufen abholen lässt, ist es das Gleiche, hat aber keine grossen Wellen geworfen. Wenn Kleinunternehmer ein Nachtessen mit Familie als Geschäftsessen deklarieren und über Spesen abrechnen ebenso. Und wie war das mit Lauterbach's, Baerbock's "privater" Fliegerei, etc.? Also, Wirbel mit Zweck.

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