Unispital Zürich erstattet Anzeige

​Todesfälle in Herzklinik 

Foto: Getty Images Für Unsplash+
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ZÜRICH: Nach auffällig vielen Todesfällen in der Herzchirurgie des Universitätsspitals wurden drei Strafanzeigen gestellt. Die Staatsanwaltschaft prüft nun den Verdacht auf Straftaten.

Nach einer Untersuchung wegen ungewöhnlich vieler Todesfälle in der Klinik für Herzchirurgie des Universitätsspitals Zürich hat der Stiftungsrat des Krankenhauses Anzeige erstattet. Dabei geht es unter anderem um elf Todesfälle, wie die Oberstaatsanwaltschaft Zürich mitteilt.

Es seien bisher drei Strafanzeigen wegen Verdachts auf fahrlässige Tötung, fahrlässige (schwere) Körperverletzung sowie Urkundenfälschung eingegangen, berichtete die Anklagebehörde. Ebenso seien elf Meldungen gemacht worden, dass Medizinprodukte womöglich unangemessen eingesetzt wurden.

Die Anzeigen richten sich gegen Unbekannt. Die Staatsanwaltschaft müsse nun klären, ob hinreichend konkrete Hinweise auf Straftaten vorliegen, teilt die Oberstaatsanwaltschaft mit.

Nach Hinweisen auf eine Häufung von Todesfällen waren die Vorgänge in der Klinik zwischen 2016 bis 2020 untersucht worden. Anfang Mai enthüllte der «Oberholzer- Bericht», dass es bei rund 4.500 Operationen an der Herzklinik zu 68 bis 74 Todesfällen mehr kam, als statistisch zu erwarten gewesen wäre.

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