Strengerer Schutz für Haie und Rochen

​Weltartenkonferenz beschließt weitreichende Handelsverbote

Die undatierte Aufnahme zeigt, wie ein Mensch in der Nähe eines Walhais vor der Küste von St. Helena im Südatlantik im Februar 2025 schwimmt. Foto: Flora Tomlinson-Pilley/Ap/dpa
Die undatierte Aufnahme zeigt, wie ein Mensch in der Nähe eines Walhais vor der Küste von St. Helena im Südatlantik im Februar 2025 schwimmt. Foto: Flora Tomlinson-Pilley/Ap/dpa

SAMARKAND: Strikte Beschränkungen und Handelsverbote: Einige Hai- und Rochenarten sollen besser geschützt werden. Umweltorganisationen sprechen von «historischen» Entscheidungen.

Bestimmte Haie und Rochen stehen künftig stärker unter Schutz. Auf der Weltartenkonferenz in der usbekischen Großstadt Samarkand entschied die zuständige Kommission über kommerzielle Handelsverbote für gefährdete Teufelsrochen und Walhaie.

Außerdem wurden strikte Handelsbeschränkungen für weitere Arten etwa aus der Gruppe der Glatthaie wie den Hundshai beschlossen. Für bestimmte Geigenrochen wurden bestehende Handelsbeschränkungen mit einer Nullexport-Quote von aus der Wildnis gefangenen Tieren verschärft. Laut der Organisation Pro Wildlife kommt dies mangels Zucht von Geigenrochen einem Handelsverbot gleich. Die Beschlüsse betreffen Dutzende Arten und müssen zum Ende der Konferenz noch im Plenum bestätigt werden.

Umweltschützer sehen Durchbruch

Bereits am Vortag war der Schutzstatus des gefährdeten Weißspitzen-Hochseehais hin zu einem kommerziellen Handelsverbot erhöht worden. Umweltschützer fassen die Entscheidungen gut auf. Die Umweltstiftung WWF sprach von einem «historischen Kurswechsel». Heike Zidowitz vom WWF bewertete strikte Handelsbeschränkungen für Haie positiv. «Der Hundshai, der auch bei uns heimisch und vom Aussterben bedroht ist, wird besser geschützt, weil er nur noch kontrolliert gehandelt werden darf», sagte sie.

«Alle nun besser geschützten Haie und Rochen haben eine sehr geringe Fortpflanzungsrate, daher können die Bestände die massive Befischung nicht ausgleichen», erklärte Ralf Sonntag von der Organisation Pro Wildlife.

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) regelt den Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen. Ziel der Konvention ist, den internationalen Handel mit wildlebenden Arten so zu begrenzen, dass das Überleben gefährdeter Arten gesichert ist. Seit Montag tagen die Vertragsstaaten in Samarkand.

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