Verstimmung zwischen Frankreich und Schweiz 

​Behindert Spitzentreffen

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin spricht auf der Pressekonferenz. Foto: epa/Peter Schneider
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin spricht auf der Pressekonferenz. Foto: epa/Peter Schneider

GENF/PARIS: Ein für November angedachtes Treffen zwischen dem Schweizer Bundespräsidenten Guy Parmelin und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris findet wegen diplomatischer Verstimmungen nicht statt. Da der Besuch noch nicht definitiv vereinbart wurde, habe es aber keine offizielle Absage von französischer Seite gegeben, teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) der dpa am Sonntag mit. Zuvor hatte die «Sonntagszeitung» darüber berichtet.

Laut Medienberichten soll Frankreich verstimmt sein, weil sich die Schweiz für den Kauf amerikanischer Tarnkappenjets des Typs F-35 entschieden hat und keine europäischen Flugzeuge zum Zuge kamen. Im Auswahlverfahren war unter anderem das französische Kampfflugzeug Rafale. Frankreich fühle sich hintergangen, schreibt die «Sonntagszeitung» unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Diplomaten.

Aus Élyséekreisen in Paris hieß es, zwar sei ein Treffen grundsätzlich ins Auge gefasst gewesen. Man habe der Schweiz aber mitgeteilt, dass der von ihr vorgeschlagene Termin im November schwierig sei. Ein Datum für das Treffen sei noch nicht vereinbart gewesen und insofern gebe es auch keine Absage, insbesondere nicht vor dem Hintergrund der erwähnten Flugzeugbeschaffung. Außerdem, so hieß es, hätten sich Macron und Parmelin jüngst bei den Olympischen Spielen in Tokio gesehen.

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Johann Mueller 20.09.21 18:40
.....na sowas......
.... und die Schweiz kauft keine französischen Flugzeuge, Australien keine französischen U-Boote. Vielleicht sollte der französischen Präsidenten Emmanuel Macron mal über die Bücher gehen und sich fragen, aus welchen gruenden US-Produkte vorgezogen werden. Macron sollte vielleicht zuerst die grossartige Rüstungsindustrie seiner «Grande Nation» hinterfragen. Unterdessen haben es die Australier ja auch schon geschnallt. ...........schlechter Verlierer !
Michael Meier 20.09.21 18:27
@ Pires
Wir haben dich schon verstanden. Der Airbus und alles was Europa macht ist Schrott 555.
Dracomir Pires 20.09.21 14:40
Kein französischer Schrott kaufen
Es ist bekannt, dass sogar der französische Geheimdienst Agitation betrieben hat, damit die Schweiz den veralteten Rafale kauft. Gottseidank kam auch der andere EU-Schrott Eurofighter nicht zum Zug, der in Österreich derart pannenanfällig ist, dass er meistens in der Werkstatt steht. Die Schweiz hat niemandem etwas versprochen und als neutrales Land kann sie natürlich ihre Waffen dort kaufen, wo sie will. Und nicht dort, wo der undemokratische Moloch EU es gerne hätte !!!