QUITO/WASHINGTON: Die Sicherheitslage in Ecuador hat sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Im Kampf gegen die Drogenbanden erhält das südamerikanische Land nun Hilfe - aus den USA.
Die USA und Ecuador haben gemeinsame Militäroperationen zur Bekämpfung des Drogenhandels in dem südamerikanischen Land begonnen. «Die Menschen in Ecuador haben [...] die Gewalt und die zerstörerischen Folgen des Drogenterrorismus hautnah und in ihrer Nachbarschaft erlebt», erklärte der Kommandeur des US-Südkommandos, General Francis Donovan, auf der Plattform X. Es sei an der Zeit, entschlossen gegen «diese Plage» vorzugehen.
Erste gemeinsame Einsätze hätten am Dienstag stattgefunden, teilte der Chef der ecuadorianischen Streitkräfte, Henry Delgado, mit. Laut einem Bericht der «New York Times» unter Berufung auf einen US-Beamten beraten US-Spezialkräfte ecuadorianische Kommandos bei Razzien gegen mutmaßliche Drogenschmuggelanlagen und liefern Geheimdienst- sowie Logistikunterstützung. An den eigentlichen Einsätzen seien sie demnach nicht beteiligt.
Ecuador ist in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Transitland für Kokain aus Nachbarstaaten wie Kolumbien und Peru geworden.
USA mit zahlreichen Einsätzen in der Region
Die US-Streitkräfte gingen in der Region zuletzt hart gegen mutmaßliche Drogenhändler vor. In den vergangenen Monaten griffen sie in der Karibik und im Pazifik Dutzende Boote an, die Rauschgift transportiert haben sollen. In Venezuela nahmen die US-Streitkräfte bei einem Militäreinsatz am 3. Januar Machthaber Nicolás Maduro fest. In New York soll ihm wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden.