Mindestens 22 Tote bei Bandenkämpfen

Beamte der ecuadorianischen Nationalpolizei bewachen Säcke mit Kokainblöcken. Archivfoto: epa/Santiago Fernandez
Beamte der ecuadorianischen Nationalpolizei bewachen Säcke mit Kokainblöcken. Archivfoto: epa/Santiago Fernandez

GUAYAQUIL: Das einst sichere Land versinkt immer mehr in Gewalt. Mächtige Gangs kämpfen um die Vorherrschaft im Kokainschmuggel - das Rauschgift wird auch nach Deutschland geschmuggelt.

Bei Kämpfen zwischen verfeindeten Banden sind in Ecuador mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Sechs weitere wurden bei den Auseinandersetzungen in der Hafenstadt Guayaquil verletzt, wie der Fernsehsender Ecuavisa unter Berufung auf die Polizei berichtete.

Anwohner sprachen von mehr als 100 Schüssen. Sicherheitskräfte durchsuchten daraufhin 200 Häuser, nahmen zwölf Verdächtige fest und beschlagnahmten Waffen und Munition.

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Nach Angaben der Polizei bekämpfen sich in der Gegend zwei Splittergruppen eines Verbrechersyndikats - die Tiguerones Fénix und die Tiguerones Igualitos. Mehrere der Opfer waren demnach vorbestraft, unter anderem wegen Drogenhandels, unerlaubten Waffenbesitzes und Raubes.

Ecuador steckt in einer Sicherheitskrise: Mächtige Drogenbanden machen sich in dem einst friedlichen Land breit, über die Pazifikhäfen werden große Mengen Kokain vor allem nach Europa und Asien geschmuggelt. Präsident Daniel Noboa erklärte den Ausnahmezustand und schickte die Streitkräfte in den Kampf gegen die Gangs.

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