Tote und Verletzte nach Gewaltausbruch in Gefängnis

Gefangene machen Übungen während eines Presserundgangs durch das Gefängnis Cotopaxi in Latacunga. Archivfoto: epa/Jose Jacome
Gefangene machen Übungen während eines Presserundgangs durch das Gefängnis Cotopaxi in Latacunga. Archivfoto: epa/Jose Jacome

GUAYAQUIL: Die Haftanstalten in Ecuador werden von mächtigen Gangs beherrscht. Bei einem Gewaltausbruch in einem Gefängnis kommen mehrere Häftlinge ums Leben.

In Ecuador sind bei schweren Zusammenstößen zwischen Häftlingen in einem Gefängnis 15 Menschen gestorben. Weitere 14 seien verletzt worden, teilte die Gefängnisaufsichtsbehörde (SNAI) des südamerikanischen Landes vorläufig mit. Mittlerweile sei das Gefängnis in der Hafenstadt Guayaquil am Pazifik wieder unter Kontrolle, hieß es. Eine mögliche Ursache für den Gewaltausbruch wurde bisher nicht genannt.

Viele Gefängnisse in Ecuador werden von Verbrechersyndikaten kontrolliert. Oftmals sorgen die Sicherheitskräfte lediglich dafür, dass die Gefangenen in den Haftanstalten bleiben. Innerhalb der Mauern bleiben sie sich weitgehend selbst überlassen. Anfang des Jahres erst hatten Häftlinge im Zuge von Auseinandersetzungen zwischen kriminellen Banden und staatlichen Sicherheitskräften Dutzende Justizvollzugsbeamte als Geiseln genommen und erst nach Tagen wieder freigelassen.

Die Sicherheitslage in Ecuador hatte sich zuletzt dramatisch verschlechtert. Die Mordrate von 46,5 Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner im vergangenen Jahr war die bislang höchste in der Geschichte des einst friedlichen Andenstaates und eine der höchsten Lateinamerikas. Mehrere Banden mit Verbindungen zu mächtigen mexikanischen Kartellen kämpfen um die Kontrolle über die Routen des Drogenhandels. Ecuador ist ein wichtiges Transitland für Kokain aus Kolumbien, Peru und Bolivien, das in die USA und nach Europa geschmuggelt wird.

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