Ungarn-Wahl: Babis bleibt zurückhaltend

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš spricht während einer Pressekonferenz. Foto: epa/Lukas Kabon
Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš spricht während einer Pressekonferenz. Foto: epa/Lukas Kabon

PRAG: Während Babis das Wahlergebnis respektiert, spricht Präsident Pavel von einer «guten Nachricht für Europa». Wie Prag auf den Machtwechsel in Ungarn reagiert.

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis hat zurückhaltend auf den Sieg der Opposition bei der Parlamentswahl in Ungarn reagiert. Er respektiere das Ergebnis, schrieb der rechtspopulistische Milliardär am Montag bei der Plattform X. Er sei immer zu konstruktiver Zusammenarbeit bereit, unabhängig davon, für wen sich die Wähler entschieden hätten. Babis forderte den wahrscheinlichen künftigen Regierungschef Peter Magyar auf, die Hoffnungen und Erwartungen der Ungarn nicht zu enttäuschen.

Babis unterstützte Orban

Der 71 Jahre alte Babis gilt als enger Verbündeter des Wahlverlierers Viktor Orban. Noch am Wochenende hatte er zur Wahl des Fidesz-Vorsitzenden in den sozialen Medien aufgerufen. Beide gehören mit ihren Parteien im EU-Parlament der Rechtsaußen-Fraktion Patrioten für Europa an. Babis regiert seit Mitte Dezember in einer Koalition mit zwei Kleinparteien am rechten Rand des politischen Spektrums.

Präsident Pavel: Gute Nachricht für Europa

Deutlich positiver äußerte sich der liberale tschechische Präsident Petr Pavel. Das Interesse an der Wahl sei selbst im europäischen Kontext außergewöhnlich gewesen, merkte der 64-Jährige an. Die Demokratie habe in Ungarn gesiegt. Die Menschen hätten sich Veränderungen und einen proeuropäischen Kurs gewünscht. «Das ist eine gute Nachricht für Europa», so der Ex-Nato-General.

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