Überschwemmungen im Jemen: 30 Menschen vermisst

In Sana'a fahren Fahrzeuge durch einen überfluteten Fluss, der durch starke Regenfälle verursacht wurde. Foto: epa/Yahya Arhab
In Sana'a fahren Fahrzeuge durch einen überfluteten Fluss, der durch starke Regenfälle verursacht wurde. Foto: epa/Yahya Arhab

SANAA: Der verarmte Jemen steckt in einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. Jetzt kommen - wie in vorigen Jahren - Starkregen und Überschwemmungen hinzu. Teils sollen Dämme gebrochen sein.

Im Jemen werden nach dem Bruch dreier Dämme bei schweren Regenfällen mindestens 30 Menschen vermisst. Das sagten Anwohner in der nördlichen Provinz Al-Mahuit der Deutschen Presse-Agentur. In der Folge seien Felshänge abgerutscht Es sei zu mehreren Todesopfern gekommen. Eine Zahl nannten die Anwohner nicht. Viele Opfer seien noch unter Trümmern. Die Wassermassen hätten Straßen unbefahrbar gemacht und Autos weggeschwemmt.

Al-Mahuit wird wie die östlich gelegene Hauptstadt Sanaa von der Huthi-Miliz kontrolliert. Diese hatte weite Teile des Nordjemens vor zehn Jahren überrannt.

In dem verarmten Land kommt es seit Wochen zu schweren Regenfällen, von denen dem Jemenitischen Roten Halbmond zufolge in mehreren Provinzen mehr als 340.000 Menschen betroffen sind. Die Unwetter haben die Versorgungslage in dem Land, das ohnehin in einer beispiellosen humanitären Krise steckt, noch verschärft. Nach UN-Angaben von vor zwei Wochen kamen mindestens 60 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben.

Im Jemen kommt es jedes Jahr zu heftigen Regenfällen und Überschwemmungen. Immer wieder sterben Menschen.

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