Gestrandete Touristen verlassen Sokotra

Ausländische Touristen warten auf der Insel Socotra vor dem geschlossenen Büro von Yemenia Airways, nachdem der Konflikt zwischen Regierung und Southern Transitional Council Flüge lahmlegte. Foto: epa/Stringer
Ausländische Touristen warten auf der Insel Socotra vor dem geschlossenen Büro von Yemenia Airways, nachdem der Konflikt zwischen Regierung und Southern Transitional Council Flüge lahmlegte. Foto: epa/Stringer

ADEN: Hunderte Touristen sind auf der jemenitischen Insel Sokotra gestrandet. Die ersten von ihnen konnten nun ausreisen.

Ein erster Evakuierungsflug für auf der jemenitischen Insel Sokotra gestrandete Touristen ist in Richtung Saudi-Arabien gestartet. 179 Touristen seien von Sokotra auf dem Weg in die saudi-arabische Hafenstadt Dschidda, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Saba. Weitere Flüge seien für die kommenden Stunden geplant. Es ist nicht bekannt, aus welchen Ländern die betroffenen Touristen stammen.

Auch ist unklar, wie viele Reisende noch auf der Insel feststecken. Anwohner und Touristenführer hatten der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag berichtet, dass Hunderte wegen der neu aufgeflammten Kämpfe im Südjemen auf der Insel gestrandet waren.

Flüge über Saudi-Arabien statt Emirate

Die regulären Flüge von und nach Sokotra waren wegen der militärischen Auseinandersetzungen eingestellt worden. Diese gehen eigentlich ausschließlich über die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) - und nicht wie der Evakuierungsflug über Saudi-Arabien. Ob auch wieder Flüge zwischen Sokotra und den Emiraten in Planung sind, war zunächst unklar.

Die Emirate sind seit Jahren im Bürgerkrieg im Jemen mit Saudi-Arabien im Kampf gegen die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen verbündet. Zuletzt kam es aber auch zwischen den beiden Ländern zu Spannungen.

Die Insel Sokotra hat in den vergangenen Jahren trotz des seit 2014 andauernden Bürgerkriegs unter Touristen an Beliebtheit gewonnen. Sie ist Unesco-Welterbe und kann eine einzigartige Biodiversität vorweisen. 37 Prozent der 825 Pflanzenarten Sokotra und 90 Prozent der Reptilienarten kommen laut Unesco nirgendwo sonst auf der Welt vor.

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