HAMBURG: Drogen aus Thailand, im Container geschmuggelt - doch dann schlagen Ermittler zu: Welche Drogen die Beamten sicherstellten und wer hinter den illegalen Machenschaften stecken soll.
Deutsche Ermittler haben Drogen im Wert von zwölf Millionen Euro im Hamburger Hafen beschlagnahmt. Es handelte sich um mehr als 1,2 Tonnen Cannabis, wie Zoll, Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.
Die Beamten nahmen acht Verdächtige in Polen fest, davon sitzen sechs mutmaßliche Dealer mittlerweile in Untersuchungshaft.

Unter den Verdächtigen sollen zwei mutmaßliche Drogendealer aus dem Norden Deutschlands sein. Die Beamten gehen davon aus, dass die beiden logistische Aufgaben übernahmen.
Wie die Drogenhändler vorgegangen sein sollen
Die deutsch-polnische Gruppe steht unter Verdacht, die Drogen auf dem Seeweg von Thailand nach Europa geschmuggelt zu haben. Ihre Ware soll versteckt in Containern mit Baumaterial nach Hamburg gelangt sein.

Im Mai identifizierten die Ermittler nach eigenen Angaben einen verdächtigen Container. Sie stellten rund 400 Kilo Cannabis unbemerkt sicher und beobachteten den Container weiter. Bei der Auslieferung im polnischen Stettin nahmen Beamte vier Beschuldigte in einer Lagerhalle fest - darunter war auch ein Deutscher.
Doch die Gruppe soll weiter ihren Drogenhandel betrieben haben. Im selben Monat stellten Einsatzkräfte einen weiteren Container mit rund 800 Kilo Cannabis in Hamburg sicher. Der Container gelangte ohne die illegale Fracht wieder nach Polen, diesmal nach Posen. Dort nahmen Beamte vier weitere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe fest.