BERLIN: Binnen weniger Sekunden wird Venezuela zweimal stark erschüttert. Die rasant steigende Zahl an Todesopfern weckt Erinnerungen an schlimme Erdbeben aus diesem Jahrtausend. Eine Übersicht.
Bei schweren Erdbeben wie gerade in Venezuela sind oft Zehntausende Tote zu beklagen. Eine Auswahl mit neun verheerenden Katastrophen seit der Jahrtausendwende:
Myanmar, März 2025: Nach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,7 liegt die Zahl der Toten bei mindestens 3.800. Besonders betroffen sind Stadt und Region Sagaing. Mehr als 2.000 Klöster und Pagoden stürzen ein.
Türkei/Syrien, Februar 2023: Zwei gewaltige Erdbeben der Stärken 7,7 und 7,6 erschüttern die Grenzregion und fordern insgesamt mehr als 57.000 Todesopfer. Allein in der Türkei verlieren mehr als zwei Millionen Menschen ihr Zuhause.
Indonesien, September 2018: Nach einem Beben der Stärke 7,5 und einem Tsunami auf der Insel Sulawesi gibt es mehr als 4.300 Tote. Mindestens 200.000 Menschen verlieren ihr Zuhause.
Nepal, April/Mai 2015: Ein Beben der Stärke 7,8 erschüttert die Gegend um die Hauptstadt Kathmandu. Nach einem weiteren Beben rund zwei Wochen später liegt die Zahl der Toten bei 9.000. Millionen werden obdachlos.
Japan, März 2011: Ein Beben der Stärke 9,0 und ein anschließender Tsunami richten schwere Zerstörungen an. Fast 16.000 Menschen kommen ums Leben. Das Beben führt zur Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima.
Haiti, Januar 2010: Bei einem Erdbeben der Stärke 7,0 kommen je nach Quelle zwischen 100.000 und mehr als 300.000 Menschen ums Leben. Mindestens 1,5 Millionen Haitianer werden obdachlos.
China, Mai 2008: Bei einem Erdbeben der Stärke 8,0 kommen in der Provinz Sichuan und anderen Regionen mehr als 80.000 Menschen ums Leben. Millionen Menschen verlieren ihr Zuhause.
Pakistan/Indien, Oktober 2005: Mindestens 87.000 Todesopfer zählt das muslimische Land nach einem Beben der Stärke 7,6, im indischen Teil Kaschmirs sind es mehr als 1.000. 3,5 Millionen Menschen werden obdachlos.
Indonesien und Küsten des Indischen Ozeans, Dezember 2004: Ein Seebeben der Stärke 9,1 vor der Insel Sumatra löst gewaltige Tsunamis aus. Geschätzt 230.000 Menschen sterben - darunter mehr als 500 Deutsche in Thailand.