Erster gezüchteter Philippinenadler gestorben

​Trauer um Pag-asa

Foto: epa/Philippine Eagle Foundation/hand
Foto: epa/Philippine Eagle Foundation/hand

MANILA: Der erste jemals in Gefangenschaft gezüchtete und geschlüpfte Philippinenadler ist im Alter von 28 Jahren in Davao City auf der philippinischen Insel Mindanao gestorben. Der mächtige Greifvogel mit dem Namen Pag-asa («Hoffnung» in der Landessprache) wurde 1992 im Rahmen eines Tierschutzprogramms der «Philippine Eagle Foundation» geboren.

Das Tier sei trotz medizinischer Behandlung am Mittwoch an einer für Raubvögel tödlichen Infektion gestorben, teilte die Stiftung am Freitag mit. Die Vögel haben eine Lebenserwartung zwischen 30 und - unter günstigen Bedingungen - 60 Jahren.

Die extrem seltenen Adler mit wissenschaftlichem Namen «Pithecophaga jefferyi» sind das Nationalsymbol der Philippinen, sie leben nur auf vier Inseln des südostasiatischen Landes. Laut Weltnaturschutzunion IUCN sind die Tiere, die eine Flügelspannweite von mehr als zwei Meter erreichen können, vom Aussterben bedroht. Schätzungen zufolge soll es in freier Wildbahn nur noch maximal 400 Paare geben. Rund 30 Philippinenadler werden zudem von der Stiftung in ihrem Zentrum in Davao City betreut.

Das Männchen Pag-asa war nach 14 Jahren wissenschaftlicher Forschung mit Techniken der künstlichen Befruchtung gezüchtet worden. 2013 kam sein einziger Nachwuchs, Mabuhay, durch die gleiche Methode zur Welt. Pag-asa sei eine «Ikone der Hoffnung» für junge und alte Philippiner gewesen, so die Stiftung - und «eine ständige Inspiration für die Menschen, die unermüdlich daran arbeiten, unseren Nationalvogel vor dem Aussterben zu retten».

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