PHUKET: Auf der Küstenstraße Don Chom Tao kam es am Sonntagmorgen zu einem tragischen Unfall. Eine Frau starb, ein Mann erlitt Verletzungen. Die Ursache des Unglücks wird noch ermittelt.
Am frühen Morgen des 11. Mai kam es in Thalang auf der thailändischen Ferieninsel Phuket zu einem schweren Verkehrsunfall, über den The Phuket News berichtete. Gegen 7 Uhr verlor ein 62-jähriger Mann auf der Don Chom Tao Road in Thepkrasattri die Kontrolle über seinen Pickup. Das Fahrzeug prallte zunächst auf den Gehweg und dann mit voller Wucht gegen einen Laternenmast. Eine Beifahrerin kam dabei ums Leben.
Fahrerin stirbt trotz Reanimation
Als die Rettungskräfte der Kusoldharm Phuket Foundation gemeinsam mit der Polizei am Unfallort eintrafen, bot sich ihnen ein erschütterndes Bild: Der schwarze Isuzu-Pickup mit halber Kabine, registriert in Bangkok, war an der Beifahrerseite stark beschädigt. In dem Fahrzeug fanden die Einsatzkräfte die 42-jährige Sasipha Mi-on schwer verletzt und bewusstlos auf dem Beifahrersitz vor.
Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen durch die Sanitäter und rascher Verlegung ins Thalang Hospital konnte sie nicht mehr gerettet werden – sie erlag wenig später ihren Verletzungen.
Fahrer leicht verletzt, aber ansprechbar
Der Fahrer des Wagens, Phaibun Sammit, überstand den Unfall mit leichten Verletzungen. Er war ansprechbar, wies jedoch mehrere Abschürfungen auf. Auch er wurde ins Krankenhaus gebracht, um dort ärztlich versorgt zu werden.
Laut der ersten polizeilichen Untersuchung hatte das Fahrzeug kurz vor einer Kurve, in der Nähe des Gebäudes der National Telecom, die Kontrolle verloren. Der Pickup überfuhr den Gehweg und schleuderte rund 22 Meter weiter, bevor er mit einem Laternenmast kollidierte.
Unfallursache bleibt vorerst unklar
Die genauen Hintergründe des Unfalls sind noch unklar. Die Beamten der Polizeistation Thalang unter der Leitung von Polizeileutnant Wiriyapong Srinuanpan sicherten vor Ort die Spuren. Die Ermittlungen konzentrieren sich nun auf mögliche technische Defekte oder menschliches Versagen als Unfallursache.
Immer wieder kommt es in Thailand – insbesondere in Kurvenbereichen auf Landstraßen – zu schweren Verkehrsunfällen, da Straßenverhältnisse, Geschwindigkeit und mangelnde Sicherheitsvorkehrungen oftmals zusammenspielen.
Weitere Unfälle mit Pickups erschüttern Thailand
Nur wenige Tage zuvor, am 6. Mai, kam es auf der Autobahn in der Provinz Chon Buri zu einem ähnlichen Vorfall. In der Nacht raste ein Pickup auf der Schnellstraße in der Gemeinde Nong Khang Khok bei hoher Geschwindigkeit auf einen Lastwagen auf.
Der Isuzu D-Max, ebenfalls mit einem Kennzeichen aus Bangkok versehen, wurde dabei so stark deformiert, dass drei Insassen im Inneren eingeklemmt wurden. Die Rettungskräfte der Tri Khunatham Foundation mussten hydraulisches Gerät einsetzen, um die Verletzten zu befreien. Auch sie wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Kliniken gebracht.
In Thailand sind Pickups besonders im ländlichen Raum eines der meistgenutzten Fahrzeuge. Sie dienen nicht nur dem Transport von Gütern, sondern oft auch als Familienfahrzeuge. Bei Unfällen bieten sie jedoch oft wenig Schutz, insbesondere für Beifahrer.
Laut Verkehrssicherheitsberichten des thailändischen Transportministeriums gehören Pickups mit zu den am häufigsten in tödliche Unfälle verwickelten Fahrzeugtypen. Sicherheitsgurte werden im Fond häufig nicht genutzt, Airbags sind nicht immer vorhanden oder funktionstüchtig.
Thailands gefährliche Straßen
Thailand zählt laut WHO zu den Ländern mit der höchsten Verkehrstotenrate weltweit. Pro Jahr sterben im Durchschnitt rund 32 von 100.000 Menschen im Straßenverkehr – eine Zahl, die deutlich über dem weltweiten Durchschnitt liegt.
Besonders alarmierend ist die Situation in touristischen Gebieten wie Phuket oder Pattaya, wo Leihfahrzeuge, mangelnde Verkehrserfahrung von Touristen und unzureichende Infrastruktur immer wieder zu schweren Unfällen führen.
Die thailändischen Behörden arbeiten seit Jahren an umfassenderen Sicherheitsmaßnahmen. Neben verstärkter Polizeipräsenz soll auch die Kontrolle technischer Fahrzeugzustände intensiviert werden. Dennoch bleibt die Zahl schwerer Unfälle hoch – vor allem bei Fahrten in den frühen Morgenstunden oder bei regennasser Fahrbahn.