«The Times»: Iran-Konflikt scheint in Endlosschleife festzustecken

Grafik: DER FARANG
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LONDON: Zum Vorgehen der USA im Krieg mit dem Iran heißt es am Samstag in einer Analyse der Londoner «Times»:

«US-Präsident Donald Trump scheint - nach seiner bisherigen Reaktion zu urteilen - weiter zu glauben, er könne den Iran durch massive Bombardierungen in die Knie zwingen. Als Vergeltung für iranische Angriffe auf die Handelsschifffahrt haben die USA in dieser Woche mehr als 170 Ziele im Iran angegriffen. Amerikanische Marschflugkörper trafen Eisenbahnbrücken und das Umfeld des Kernkraftwerks Buschehr.

Zudem haben die USA iranische Küstenluftabwehrbatterien, Radarstationen, Munitionsdepots und Schnellboote angegriffen. Dieses Vorgehen ist eine Fortsetzung der bisherigen Strategie, die damit begann, dass Trump im Februar behauptete, die US-Militäraktion könne den Sturz des iranischen Regimes beschleunigen.

Stattdessen haben die amerikanischen Luftangriffe die Entschlossenheit der schiitischen Geistlichen, die die Macht im Iran haben, nur noch weiter gestärkt. Dennoch hofft Trump offenbar, die Entschlossenheit des Iran schwächen zu können, indem er auf dessen Schikanen gegen Schiffe in der Straße von Hormus mit weiteren Angriffen reagiert.

Möglicherweise könnte er auch den wirtschaftlichen Druck auf Teheran erhöhen, indem er die Blockade iranischer Häfen wieder in Kraft setzt. So hat er diese Woche eine Ausnahmegenehmigung widerrufen, die den Verkauf von iranischem Öl ermöglichte. Viele Beobachter sind allerdings skeptisch, ob eine Fortsetzung derselben Strategie funktionieren würde. (...)

Trump dürften die anderen Optionen - Kapitulation oder Eskalation - jedoch noch schlechter erscheinen, was bedeutet, dass der Konflikt in einer Endlosschleife feststeckt.»

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