CHONBURI: Im Khao Kheow Open Zoo ist erstmals in Thailand ein Küken des stark gefährdeten Argalamarabu (Greater Adjutant) erfolgreich geschlüpft. Nach Angaben der Behörden gilt dies als bedeutender Erfolg für den Artenschutz, da die Vogelart seit mehr als 40 Jahren nicht mehr in freier Wildbahn in Thailand vorkommt.
Der thailändische Umweltminister Suchart Chomklin erklärte, dass das erfolgreiche Schlüpfen das Ergebnis der langjährigen Arbeit und Fachkenntnis von Tierärzten, Tierpflegern und Artenschützern der Zoological Park Organization of Thailand sowie des Zoos in Chonburi sei.
Künstliche Brut rettet Jungvogel
Nach Angaben von Zoodirektor Narongwit Chotchoy stammt das Küken aus einem Gelege des einzigen Zuchtpaares der Art, das derzeit in der Einrichtung gehalten wird. Da Argalamarabus gewöhnlich nur ein bis zwei Eier pro Jahr legen und die Schlupfrate als sehr niedrig gilt, entschieden sich die Mitarbeiter für eine künstliche Brut und anschließende Handaufzucht. Die Maßnahme wurde von den Verantwortlichen als notwendiger Schritt zur Verbesserung der Überlebenschancen des Jungvogels beschrieben.

Der Zoo erklärte weiter, dass es sich um die erste erfolgreiche Nachzucht eines Argalamarabu innerhalb der Zoological Park Organization of Thailand sowie um den ersten dokumentierten Zuchterfolg eines Mitgliedszoos der World Association of Zoos and Aquariums und der South East Asian Zoos and Aquariums Association handle.
Zoo zählt nun zur Weltspitze
Damit gilt der Zoo in Si Racha als weltweit vierte offiziell anerkannte Einrichtung mit erfolgreicher Nachzucht der Art in menschlicher Obhut. Zuvor war dies nur der Bang Phra Waterbird Breeding Station in Thailand, dem Assam State Zoo in Indien sowie dem Angkor Centre for Conservation of Biodiversity in Kambodscha gelungen.

Minister Suchart erklärte, dass der Erfolg einen wichtigen Fortschritt für den Schutz bedrohter Tierarten in Thailand darstelle. Langfristige Forschungs- und Zuchtprogramme seien entscheidend, um gefährdete Populationen zu erhalten und künftig möglicherweise wieder anzusiedeln.