Taifun «Conson» auf den Philippinen - 18 Fischer vermisst

Blick auf ein Schiff, das Fischerboote an der Küste der Stadt Mariveles in der Provinz Bataan schwer beschädigt hat. Foto: epa/Dennis M. Sabangan
Blick auf ein Schiff, das Fischerboote an der Küste der Stadt Mariveles in der Provinz Bataan schwer beschädigt hat. Foto: epa/Dennis M. Sabangan

MANILA: Der Taifun «Conson» hat im Osten der Philippinen zu Stromausfällen in mehreren Provinzen geführt und eine große Suchaktion ausgelöst. Vor der Insel Samar würden 18 Fischer vermisst, teilten die Behörden in dem südostasiatischen Inselstaat am Montag mit. «Sie wussten, dass sich ein Taifun näherte, aber sie sind trotzdem zum Fischen rausgefahren», sagte der Sprecher der Küstenwache, Commodore Armand Balilo. Eine großangelegte Suchaktion nach den Vermissten sei im Gange, fügte er hinzu. Außerdem hingen fast 2000 Passagiere in verschiedenen Häfen fest, weil Schiffe nicht ablegen könnten, hieß es.

Der Tropensturm war in der Nacht zum Montag auf Land getroffen. Nach Angaben der Zeitung «Manila Bulletin» fegte «Conson» (auf den Philippinen: «Jolina») mit Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde und Böen von bis zu 200 Stundenkilometern über die Region. Mittlerweile habe der Taifun aber an Kraft verloren. Er bewege sich in westlich-nordwestlicher Richtung über den Inselstaat und werde voraussichtlich in dieser Woche auch die Region der Hauptstadt Manila erreichen, so das Wetteramt.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen heimgesucht. Im November 2020 hatte der Tropensturm «Vamco» fast 70 Menschen getötet. Der bisher schlimmste Taifun «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6300 Menschen das Leben gekostet. Mehr als vier Millionen Menschen mussten fliehen.

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