Vingegaard: Nicht förderlich

Sturz wegen Dopingkontrolle? 

Tour de France, Champagnole - Plateau de Solaison (183,90 km), 15. Etappe. Jonas Vingegaard (r) steigt nach seinem Sturz in ein Röntgen-Mobil ein (bestmögliche Qualität). Foto: Stefan Tabeling/dpa
Tour de France, Champagnole - Plateau de Solaison (183,90 km), 15. Etappe. Jonas Vingegaard (r) steigt nach seinem Sturz in ein Röntgen-Mobil ein (bestmögliche Qualität). Foto: Stefan Tabeling/dpa

ANNECY: Jonas Vingegaard ist enttäuscht über sein Sturz-Aus bei der Tour de France. Ob eine nächtliche Dopingkontrolle zum Sturz beigetragen hat, darüber will der Mitfavorit nicht spekulieren.

Mitfavorit Jonas Vingegaard hat gefasst auf sein Aus bei der Tour de France nach einem Sturz auf der 15. Etappe reagiert. «Natürlich ist es sehr enttäuschend für uns, dass es so ausgeht und die Tour auf diese Weise endet. Aber so ist der Radsport nun mal. Zum Glück ist es nur ein Schlüsselbeinbruch», sagte der dänische Radstar dem heimischen Sender TV2.

Vingegaard, der vor der Etappe Gesamtzweiter war, kam gut 22 Kilometer vor dem Ziel in einem Kreisverkehr zu Fall und musste danach das Rennen aufgeben. «Vielleicht sind wir etwas zu schnell in diesen Kreisverkehr gefahren, und dann ist mir einfach das Vorderrad weggerutscht. Da kann man nichts machen», sagte der zweimalige Tour-Champion und fügte hinzu: «Es bringt nichts, den Kopf hängenzulassen. Das macht alles nur noch schlimmer.»

Dopingkontrolle in der Nacht «mag eine Rolle gespielt haben»

Ob die nächtliche Dopingkontrolle vor der Etappe beim Sturz eine Rolle gespielt hat, ließ Vingegaard offen. «Man kann wohl sagen, dass es sicher nicht förderlich war. Ob das der Grund ist, darüber wage ich nicht zu spekulieren. Es mag durchaus eine Rolle gespielt haben», sagte der 29-Jährige.

Vingegaard musste sich vor der Etappe um 2.00 Uhr in der Nacht einer Dopingkontrolle unterziehen. Spitzenreiter Tadej Pogacar, der sich einer ähnlichen Kontrolle um 5.00 Uhr stellen musste, sah darin womöglich einen Zusammenhang. «Nach einer Nacht, bei der der Schlaf ruiniert wird, liegt es vielleicht daran. Seine Tour ist ruiniert. Es ist wirklich traurig», sagte Pogacar.

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