Steinmeier stärkt Beziehungen

​Deutschland und Guatemala wollen Kooperation ausbauen

Guatemalas Präsident Bernardo Arevalo begrüßt Bundespräsident Steinmeier im Nationalpalast in Guatemala-Stadt bei Gesprächen über Zusammenarbeit. Foto: epa/Mariano Macz
Guatemalas Präsident Bernardo Arevalo begrüßt Bundespräsident Steinmeier im Nationalpalast in Guatemala-Stadt bei Gesprächen über Zusammenarbeit. Foto: epa/Mariano Macz

GUATEMALA-STADT: Zweite Station der Lateinamerika-Reise von Bundespräsident Steinmeier ist Guatemala. Hier trifft er Präsident Arévalo. Beide zeigen sich an einer engeren Zusammenarbeit interessiert.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem lateinamerikanischen Land Guatemala einen umfassenden Ausbau der Zusammenarbeit angeboten. «Deutschland ist bereit, unsere bilaterale Partnerschaft in allen Bereichen zu vertiefen», sagte er in Guatemala-Stadt in einer Pressekonferenz mit Präsident Bernardo Arévalo. Das gelte für die Bereiche Handel und Sicherheit, aber beispielsweise auch für die Stärkung freiheitlicher Demokratien und der Vereinten Nationen. «Gemeinsam sollten wir beschützen, was uns beschützt.»

Steinmeier sieht Potenzial für Ausbau des Handels

Auch wirtschaftlich sei Guatemala ein vielversprechender Standort in der Region mit guter Anbindung an Zentralamerika, Mexiko und die USA. «Sowohl beim Handelsvolumen als auch bei der Entwicklungszusammenarbeit ist Luft nach oben, da ist das Potenzial bei weitem nicht ausgeschöpft. Das müssen wir nach oben bringen», sagte Steinmeier.

Präsident Arévalo betonte, das wirtschaftliche Potenzial Guatemalas beschränke sich nicht allein auf das Land selbst. «Guatemala ist eine ideale Plattform, um andere Märkte in der Region zu erreichen.» Er sehe große Möglichkeiten, um die Exporte auszubauen. Dazu wolle sein Land zum Beispiel in der Landwirtschaft die Produktionsmethoden modernisieren. Arévalo wies darauf hin, dass Guatemala anfange, verstärkt in seine Infrastruktur zu investieren. Hier böten sich Chancen auch für deutsche Unternehmen.

Handelsvolumen zwischen Deutschland und Guatemala ist gering

Deutschland und Guatemala sind durch 179 Jahre diplomatische Beziehungen miteinander verbunden, damals geknüpft durch die Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck. Der Handel zwischen beiden Staaten heute ist allerdings gering. 2024 belief sich das Handelsvolumen auf rund 600 Millionen Euro, wobei die deutschen Exporte nach Guatemala 500 Millionen Euro betrugen, die Importe aber nur auf 100 Millionen Euro.

Steinmeier machte deutlich, dass gerade für deutsche Unternehmen «Verlässlichkeit, Voraussehbarkeit und Korruptionsfreiheit» Voraussetzung für Investitionen seien. Deutschland unterstütze den Kampf von Präsident Arévalo für Rechtsstaatlichkeit und gegen Korruption.

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