Spanien hebt Quarantäne für Einreisende am 21. Juni auf

Foto: epa/Raul Caro
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MADRID: Das Urlaubsland Spanien will die wegen der Corona-Krise angeordnete Zwangsquarantäne für aus dem Ausland Eingereiste schon zum 21. Juni aufheben. Die Grenzen werde man für Touristen aber wie angekündigt erst am 1. Juli öffnen, erklärte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Sonntag in Madrid. Im Juli wolle man «in Spanien viele ausländische Touristen mit Sicherheitsgarantien für die Besucher und auch für die gesamte Bevölkerung begrüßen».

Von der vorverlegten Aufhebung der Pflicht zur zweiwöchigen häuslichen Isolierung werden im Juni jene Menschen profitieren, die in Spanien einreisen dürfen, weil sie im Land entweder einen Erstwohnsitz haben oder aus beruflichen Gründen einreisen. Bisher hatte Madrid von einer Aufhebung der am 15. Mai eingeführten Zwangsquarantäne zum 1. Juli gesprochen.

Sánchez hatte zuvor am Sonntag angekündigt, er werde am Mittwoch im Parlament in Madrid eine letzte Verlängerung des umstrittenen Notstandes zur Eindämmung der Pandemie um weitere zwei Wochen bis zum 20. Juni beantragen. Man habe im Kampf gegen das Virus «fast alles geschafft», was man sich vorgenommen habe. «Aber jetzt benötigen wir diese letzte Verlängerung, um die Arbeit zu Ende zu bringen», erklärte der sozialistische Politiker.

Mit mehr als 27.000 Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen werden aber seit Wochen besser, in den vergangenen sieben Tagen wurden insgesamt 43 neue Todesfälle verzeichnet.

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