Sechs Wildkatzenarten in Kanchanaburi

Neue Erhebungen belegen hohe Artenvielfalt im Welterbe-Wald

Ein Tiger quert eine flache Wasserstelle im Wildschutzgebiet Thung Yai Naresuan West. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Ein Tiger quert eine flache Wasserstelle im Wildschutzgebiet Thung Yai Naresuan West. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

KANCHANABURI: Das Wildschutzgebiet Thung Yai Naresuan West in der Provinz Kanchanaburi zählt zu den artenreichsten Waldlandschaften Thailands. Neue Erhebungen belegen nun das Vorkommen von sechs Wildkatzenarten und unterstreichen damit die hohe ökologische Bedeutung des als Natur-Welterbe ausgewiesenen Schutzgebietes.

Nach Angaben der Schutzgebietsverwaltung basieren die Erkenntnisse auf Felduntersuchungen sowie auf Auswertungen von Kamerafallen innerhalb des Welterbe-Waldkomplexes. Demnach dient das Gebiet als Lebensraum für sechs von insgesamt neun in Thailand vorkommenden Arten aus der Familie der Wildkatzen und Großkatzen. Dies gilt als wichtiger Beleg für die hohe biologische Vielfalt und den guten ökologischen Zustand des Gebietes.

Sechs Arten per Kamerafallen aufgenommen

Bei den nachgewiesenen Arten handelt es sich um Tiger, Leopard beziehungsweise Schwarzen Panther, Nebelparder, Asiatische Goldkatze, Leopardkatze und Marmorkatze. Die Daten stammen aus Aufnahmen von Kamerafallen, aus Spurenfunden sowie aus kontinuierlich durchgeführten Feldstudien.

Ein Leopard, von einer Nachtkamera erfasst, auf Streifzug durch sein Revier. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Der Nachweis eines Spitzenprädators wie des Tigers gilt als Indikator für die Stabilität des Ökosystems und für ausreichend große und gesunde Beutetierpopulationen. Gleichzeitig weist das gleichzeitige Vorkommen mehrerer mittelgroßer und kleiner Wildkatzenarten auf eine hohe strukturelle Vielfalt des Waldes hin – vom Kronendach bis zum Waldboden – sowie auf weitgehend intakte und zusammenhängende Lebensräume.

Sechs Arten belegen hohe Schutzwürdigkeit

Ein Schwarzer Panther bewegt sich durch den dichten Unterwuchs des Schutzgebietes. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Ein Schwarzer Panther bewegt sich durch den dichten Unterwuchs des Schutzgebietes. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Der Fund von sechs Wildkatzen- und Großkatzenarten in einem einzigen Gebiet unterstreicht nicht nur die außergewöhnliche ökologische Qualität des westlichen Thung-Yai-Naresuan-Waldes, sondern bestätigt auch die Bedeutung eines konsequenten Schutzes dieses Modellgebietes, um die biologische Vielfalt Thailands langfristig zu bewahren.

Welterbe mit internationaler Bedeutung

Eine Leopardkatze auf Nahrungssuche am Waldrand im Welterbegebiet. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)
Eine Leopardkatze auf Nahrungssuche am Waldrand im Welterbegebiet. Bild: Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation (DNP)

Das westliche Thung-Yai-Naresuan-Waldgebiet ist als Natur-Welterbe anerkannt und genießt internationale Wertschätzung für seine herausragende Biodiversität. Es gilt als Herzstück des westthailändischen Waldkomplexes und wird mithilfe qualitätsorientierter Patrouillensysteme verwaltet, um Bedrohungen zu minimieren und den Schutz der Wildtiere gezielt zu stärken.

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