Schweizer Magazin «Style» verschwindet vom Markt

Archivfoto: Freepik
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ZÜRICH/BERLIN: Das Schweizer Medienhaus Ringier Axel Springer reagiert auf sinkende Werbeeinnahmen und stellt die Zeitschrift «Style» ein. Die Werbeerlöse des Titels hätten sich in den letzten vier Jahren halbiert, teilte der Verlag in Zürich am Dienstag mit.

Um weitere Verluste zu vermeiden, soll das People- und Beauty-Magazin eingestellt und seine Redaktion aufgelöst werden. «Der Entschluss ist uns äußerst schwer gefallen», sagte der CEO von Ringier Axel Springer Schweiz, Alexander Theobald, laut Mitteilung. «Aufgrund der sich stetig verschlechternden Marktsituation, zugespitzt durch die Auswirkungen der Corona-Krise, können wir eine Weiterführung der Zeitschrift nicht mehr verantworten.» Die letzte gedruckte «Style»-Ausgabe erscheine voraussichtlich am 20. August.

Sein Schweizer Kultur-Magazin «Bolero» will Ringier Axel Springer in Zukunft extern produzieren lassen. «Mit einer Auslagerung können wir den Fortbestand des Magazins flexibler gestalten und sicherstellen», so Theobald. «Bolero» erscheint seit 2019 als Beilage der Wirtschaftspublikationen «Handelszeitung» und «Bilanz». Betroffen von der Neustrukturierung ist laut Mitteilung auch die «Schweizer Illustrierte». Deren Redaktion und die von «SI online» sollen verkleinert und organisatorisch zusammengeführt werden.

Den Angaben zufolge werden insgesamt 35 Stellen abgebaut. Für die betroffenen Mitarbeiter soll ein Sozialplan zum Tragen kommen - «mit Maßnahmen, welche über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen».

Ringier Axel Springer Schweiz ist ein 2016 gegründetes Gemeinschaftsunternehmen der Verlagshäuser Ringier und Axel Springer. Das Joint Venture ist das größte Zeitschriftenhaus der Schweiz und produziert 30 Titel mit insgesamt 880 Ausgaben pro Jahr.

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