Reiseblase zwischen Hongkong und Singapur erneut geplatzt

Wohnhäuser und Geschäftshäuser stehen auf Hongkong Island in Hongkong. Foto: epa/Jerome Favre
Wohnhäuser und Geschäftshäuser stehen auf Hongkong Island in Hongkong. Foto: epa/Jerome Favre

HONGKONG: Die Einrichtung einer sogenannten Reiseblase zwischen Hongkong und Singapur erweist sich als schwierig. Bereits zum zweiten Mal musste der Plan, quarantänefreie Flugreisen zwischen den beiden asiatischen Metropolen zu ermöglichen, kurz vor dem geplanten Start auf Eis gelegt werden. Begründet wurde die Entscheidung mit der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen, die in Singapur in den vergangenen Tagen stark angestiegen waren.

Die Reiseblase hätte eigentlich schon im vergangenen November starten sollen, war aber bereits da kurzfristig abgesagt worden, weil Hongkong damals wieder mehr Corona-Fälle verzeichnet hatte. Als nächster Termin wurde der nun ebenfalls hinfällige 26. Mai anvisiert.

Sowohl Singapur als auch Hongkong haben ihre Grenzen seit dem ersten Corona-Ausbruch im vergangenen Frühjahr weitestgehend dicht gemacht. Das konsequente Vorgehen half zwar dabei, das Virus unter Kontrolle zu bringen. Die scharfen Vorsichtsmaßnahmen führten aber auch dazu, dass der Reise- und Tourismusbranche in dem südostasiatischen Stadtstaat wie auch in der chinesischen Sonderverwaltungsregion ein schwerer Schlag versetzt wurde.

Gemäß dem Plan hätten sich Nutzer der Blase auf das Coronavirus testen lassen sollen, um auf eine Quarantäne verzichten zu können. Zunächst sollte es einen Flug pro Tag in jede Richtung geben. Vorgesehen war zudem ein Mechanismus, der die Vereinbarung aussetzt, sollte an einem der Orte die Zahl der nicht nachverfolgbaren Infektionen auf fünf Fälle pro Tag im Wochendurchschnitt ansteigen.

Singapur hat diesen Wert nun bereits vor dem geplanten Start überschritten. Wie es mit der Reiseblase weitergeht, soll nun bis zum 13. Juni bekanntgegeben werden.

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