Ranghoher Anführer der Terrormiliz Abu Sayyaf stellt sich

Der Abu Sayyaf-Kommandant Susukan, wie er in der Provinz Davao im Süden der Philippinen für das Polizeiarchiv fotografiert wird. Foto: epa/Ho Handout
Der Abu Sayyaf-Kommandant Susukan, wie er in der Provinz Davao im Süden der Philippinen für das Polizeiarchiv fotografiert wird. Foto: epa/Ho Handout

MANILA: Einer der Anführer der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf hat sich auf den Philippinen der Polizei gestellt. Anduljihad Susukan werde vorgeworfen, für Entführungen und Enthauptungen ausländischer Geiseln mitverantwortlich zu sein, teilte die Polizei am Freitag mit. Susukan habe sich in Davao City auf der Insel Mindanao nach Verhandlungen gestellt. Der Islamist habe dort medizinische Hilfe gesucht. Im vergangenen Jahr hatte er bei einem Schusswechsel mit Regierungstruppen auf der Insel Jolo, einer Hochburg von Abu Sayyaf, einen Arm durch die Explosion einer Gewehrgranate verloren.

Dem Festgenommenen werden den Angaben zufolge 23 Morde, fünf Entführungen und sechs versuchte Morde vorgeworfen. Er werde zunächst medizinisch untersucht und dann dem Militär übergeben, hieß es.

Sicherheitsbeamten zufolge soll Susukan Militante von Abu Sayyaf bei Verschleppung von Menschen im malaysischen Bundesstaat Sabah auf Borneo angeführt haben, darunter ein malaysischer Staatsbürger, der 2015 enthauptet wurde. Auch soll er bei der Finanzierung der Entführung von zwei Kanadiern im Süden der Philippinen im Jahr 2015 geholfen haben. Die Verschleppten wurden 2016 enthauptet.

Abu Sayyaf wird für einige der schwersten Terrorangriffe und Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Die Miliz versucht seit langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren.

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