Prozess um Tod von vier niederländischen Journalisten

Foto: Unsplash+
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SAN SALVADOR: In einem blutigen Konflikt in Mittelamerika gerieten 1982 vier Journalisten aus den Niederlanden in einen Hinterhalt. Ein Ex-Verteidigungsminister und zwei Militärs sollen verantwortlich gewesen sein.

Gut 40 Jahre nach der Tötung von vier niederländischen Journalisten während El Salvadors Bürgerkrieg soll der Fall vor Gericht kommen. Die zuständige Richterin habe beschlossen, den damaligen Verteidigungsminister und zwei Ex-Militärs vor Gericht zu stellen, teilten die Organisationen mit, die die Familienangehörigen in dem mittelamerikanischen Land vertreten. Die Journalisten waren am 17. März 1982 auf der Fahrt in ein von Rebellen kontrolliertes Gebiet von Soldaten erschossen worden.

Angeklagt sind der Ex-Verteidigungsminister Guillermo García und die damals hochrangigen Militärs Francisco Morán und Mario Reyes Mena, wie die Nichtregierungsorganisationen Comunicándonos und Asociación Salvadoreña para los Derechos Humanos mitteilten. Einen Termin für den Beginn des Prozesses gab es zunächst nicht. García und Morán sind seit 2022 aus gesundheitlichen Gründen in einem Krankenhaus unter Arrest. Reyes Mena soll aus den USA ausgeliefert werden.

Laut einem Bericht der UN-gestützten Wahrheitskommission für El Salvador, der nach Ende des Bürgerkrieges 1993 veröffentlicht wurde, waren die Journalisten nahe der Ortschaft Santa Rita im Norden des Landes unterwegs, als sie in einen geplanten Hinterhalt des Militärs gerieten. Sie arbeiteten für den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Ikon. Im Bürgerkrieg zwischen der rechten Regierung und der linken Guerillaorganisation FMLN in El Salvador kamen zwischen 1980 und 1992 schätzungsweise rund 75.000 Menschen ums Leben.

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