PHUKET: Der Flughafen der Insel stößt an seine Grenzen. Eine umfassende Erweiterung ist nun in Planung und soll bis 2029 abgeschlossen sein. Ziel ist es, jährlich 18 Millionen Passagiere abzufertigen.
Der „Bangkok Post“ zufolge plant die thailändische Flughafenbehörde Airports of Thailand (AOT) eine umfassende Modernisierung und Erweiterung des internationalen Flughafens von Phuket. Derzeit ist der Airport auf eine jährliche Kapazität von 12,5 Millionen Fluggästen ausgelegt – davon 7,5 Millionen im Inlandsverkehr und 5 Millionen im internationalen Bereich. Bereits seit 2019 wird diese Grenze regelmäßig überschritten, was nun zum Handlungsdruck geführt hat.
Wachstum erzwingt Ausbau
Im Rahmen eines öffentlichen Seminars im Splash Beach Resort am Mai Khao Beach informierte Monchai Tanode, Direktor des Flughafens, über die geplanten Maßnahmen. Dabei wurde auch die Öffentlichkeit eingeladen, Anregungen und Kritik zu äußern.
Laut Tanode wurde bereits ein Beratungsunternehmen beauftragt, das in der sogenannten zweiten Phase des Projekts umfassende Erhebungen und Entwürfe zur baulichen und betrieblichen Erweiterung erstellt. Das Konzept konzentriert sich auf drei Hauptbereiche: die Infrastruktur auf dem Vorfeld („Airside Facilities“), die Erweiterung der Terminals und verbesserte unterstützende Systeme wie Gepäcklogistik und Sicherheitskontrollen.
Neues Ziel: 18 Millionen Passagiere pro Jahr
Nach Abschluss der Arbeiten im Jahr 2029 soll der Airport mindestens 18 Millionen Passagiere jährlich bewältigen können. Besonders das internationale Terminal wird stark ausgebaut, um zukünftig bis zu 10,5 Millionen internationale Reisende pro Jahr zu empfangen.
Die Bedeutung dieser Maßnahme ist enorm: Phuket zählt zu den touristischen Hotspots Südostasiens. Die Kapazitätssteigerung ist damit nicht nur eine infrastrukturelle Notwendigkeit, sondern auch ein wirtschaftlicher Hebel zur Stabilisierung und Förderung des Tourismussektors.
Öffentliche Beteiligung gewünscht
Die AOT legt in dieser Planungsphase Wert auf Transparenz und Bürgerbeteiligung. Neben Vertretern lokaler Unternehmen und Behörden wurden auch Anwohner eingeladen, um etwaige Sorgen hinsichtlich Lärmschutz, Umweltverträglichkeit oder Verkehrsbelastung zu äußern. Der Konsens zwischen öffentlichem Interesse und wirtschaftlicher Entwicklung steht im Fokus der Veranstaltungsreihe.
Wie der Flughafenchef betonte, soll die Erweiterung nicht nur zu einer erhöhten Passagierkapazität führen, sondern auch moderne, effiziente Abläufe und ein verbessertes Reiseerlebnis ermöglichen. Geplant ist etwa eine stärkere Trennung von ankommenden und abfliegenden Reisenden sowie neue Kontrollsysteme zur Beschleunigung der Sicherheits- und Einreiseverfahren.
Internationale Ausrichtung im Blick
Phuket ist nicht nur ein beliebtes Ziel bei inländischen Reisenden, sondern erfreut sich vor allem bei Touristen aus China, Russland, Europa und dem Nahen Osten wachsender Beliebtheit. Besonders während der Hochsaison kommt es immer wieder zu Überlastungen und langen Wartezeiten.
Die geplante Modernisierung soll helfen, die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens zu stärken. Auch könnten dadurch neue Flugverbindungen etabliert und weitere Airlines angezogen werden, was den Standort langfristig attraktiver macht.
Zukunft des thailändischen Luftverkehrs
Thailands Luftfahrtbranche befindet sich nach der pandemiebedingten Krise wieder im Aufwind. Insbesondere regionale Flughäfen wie Phuket, Chiang Mai oder Krabi gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Ausbau von Phuket ist Teil einer übergeordneten Strategie der AOT, die landesweit Infrastrukturprojekte vorantreibt, um Thailand als Drehscheibe des internationalen Tourismus in Asien zu etablieren.
Einige Experten fordern dabei zusätzlich Investitionen in nachhaltige Mobilität und Umweltverträglichkeit. Der Flughafen Phuket soll laut ersten Ankündigungen auch energieeffiziente Systeme und neue Umweltstandards integrieren, etwa durch Solaranlagen, moderne Abfallwirtschaft und optimierte Gebäudekühlung.
Ein weiteres Augenmerk liegt auf digitalen Lösungen: Automatisierte Check-ins, biometrische Passkontrollen und Echtzeit-Informationen sollen zukünftig zum Standard gehören.