Phuket drängt auf mehr Autonomie

Insel fordert Sonderstatus für bessere Verwaltung und Budgetmacht

Trotz hoher Steuereinnahmen erhält Phuket nur wenig zurück – jetzt wächst der Ruf nach mehr Autonomie. Foto: Windofchange64/Adobe Stock
Trotz hoher Steuereinnahmen erhält Phuket nur wenig zurück – jetzt wächst der Ruf nach mehr Autonomie. Foto: Windofchange64/Adobe Stock

PHUKET: Lokale Führungspersönlichkeiten fordern, Phuket den Status einer Sonderverwaltungszone zu verleihen – ähnlich wie Bangkok und Pattaya –, um die Infrastruktur zu verbessern und mehr Kontrolle über Haushaltsmittel und lokale Verwaltungsprozesse zu erhalten.

Am Samstag (26. Juli 2025) veranstaltete der Ständige Ausschuss des Repräsentantenhauses für Dezentralisierung, lokale Verwaltung und Sonderverwaltungsgebiete ein Seminar auf der Ferieninsel, um über deren Verwaltungsstruktur und künftige Regierungsmodelle zu beraten. Geleitet wurde die Veranstaltung vom Gouverneur der Provinz, Sophon Suwannarat, unter Beteiligung zahlreicher politischer Vertreter.

Mehr Autonomie für Phuket gefordert

Somchart Techataworncharoen, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses, erklärte, dass es das Ziel der Veranstaltung sei, öffentliche Unterstützung für eine Änderung des Verwaltungsstatus zu gewinnen – und damit für eine effizientere lokale Selbstverwaltung, wie sie bereits mit der früheren Einführung des Status „Phuket Metropolis“ angestoßen wurde.

Phuket fordert gerechtere Finanzen

Obwohl Phuket jährlich Einnahmen von mindestens 20 Milliarden Baht generiert, muss die Provinz laut Seminarangaben rund 18,9 Milliarden Baht an Steuern an die Zentralregierung abführen. Gleichzeitig wurde im vergangenen Jahr nur ein Budget von 3,9 Milliarden Baht für lokale Verwaltungsaufgaben bereitgestellt – zu wenig, um zentrale Infrastrukturprobleme wie Verkehrsbelastung, Dürre und Überschwemmungen wirksam zu lösen.

Tourismuszone nach EEC-Vorbild möglich

Ein Sonderverwaltungsstatus könne diese Hürden beseitigen und eine flexiblere, autonomere Verwaltung ermöglichen, so Somchart. Auch der Senator von Phuket, Nipon Ekwanit, sprach sich für mehr Selbstverwaltung aus, mahnte jedoch weitere Diskussionen an. Ein möglicher Weg sei die Einrichtung eines „Sonderwirtschaftskorridors für Tourismusverwaltung“, analog zum Eastern Economic Corridor (EEC), bei dem sich verschiedene Behörden die Verwaltungsaufgaben teilen.

Petition für Phuket-Metropolis-Gesetz

Zudem solle Phuket weniger Steueranteile an die Zentralregierung abgeben müssen, um mehr Mittel für Entwicklungsprojekte vor Ort einsetzen zu können. Die Öffentlichkeit wurde aufgerufen, eine Petition zur Einführung eines „Phuket-Metropolis-Gesetzes“ zu unterzeichnen. Dafür seien mindestens 10.000 Unterschriften erforderlich, um den Gesetzesentwurf dem Parlament zur Lesung vorzulegen.

Mittel reichen für Bedarf nicht aus

Gouverneur Sophon betonte, dass sich in Phuket heute rund 1,5 Millionen Menschen aufhielten – darunter Touristen, Arbeitskräfte und ausländische Bewohner –, die vorhandenen Mittel reichten jedoch nicht aus, um den wachsenden Verwaltungsaufwand der Provinz zu stemmen.

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