Pattaya will sich vom Rotlicht-Image lösen

Pattaya Beach Road. Foto: Jahner
Pattaya Beach Road. Foto: Jahner

PATTAYA: Pattaya, eine Stadt, die lange Zeit als Zentrum des Sextourismus galt, unternimmt entschlossene Schritte, um ihr Image zu wandeln und sich als familienfreundliches Reiseziel zu positionieren. Die Association of Chonburi Tourism Federation (ACTF) hat kürzlich einen Workshop veranstaltet, um Strategien zu diskutieren, wie man das Image der Stadt ändern und den Familientourismus, die lokale Küche sowie thailändische Kampfkünste stärker fördern kann.

Thanet Supornsahasrungsi, der Präsident der ACTF, erklärte, dass Pattayas Nachtleben bei Ausländern immer noch ein dominantes Image hat, welches nun durch familienorientierte Aktivitäten und Attraktionen wie Wasserparks, Weltklasse-Golfplätze und Muay Thai Camps ergänzt werden soll. „Es ist essenziell, dass wir uns den Trends des unabhängigen Tourismus anpassen und ein vielfältigeres Angebot schaffen“, betonte Thanet.

Ein weiterer signifikanter Schritt zur Imageaufwertung ist die geplante Aufnahme der lokalen Küche in den Guide Michelin 2025, was die kulinarische Vielfalt und Qualität der Provinz Chonburi, zu der auch Pattaya gehört, unterstreichen soll.

Die thailändische Regierung hat zudem die Visumbestimmungen gelockert und erlaubt nun Bürgern aus 93 Ländern, bis zu 60 Tage ohne Visum im Land zu bleiben. Diese Maßnahme wird voraussichtlich zu einem Anstieg der Touristenzahlen führen, was laut Thanet sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die Planung direkter Charterflüge von Kasachstan zum Flughafen U-Tapao ist nur ein Beispiel für die neuen Möglichkeiten, die sich hierdurch eröffnen.

Trotz der positiven Entwicklungen gibt es auch kritische Themen wie Verkehrsstaus, unzureichende Transportmöglichkeiten und den Hochwasserschutz, die dringend angegangen werden müssen. „Wenn wir nicht effektiv zusammenarbeiten, könnte die steigende Zahl der Touristen zu mehr Unfällen und einer höheren Kriminalitätsrate führen“, warnte Thanet.

Zusätzlich zur Neupositionierung Pattayas schlug Thanet vor, dass spezifische Bereiche für das Nachtleben ähnlich der Bangla Road in Phuket geschaffen werden sollten, um diese Aktivitäten zu zentralisieren und besser zu regulieren.

Die jüngsten Maßnahmen zeigen deutlich, dass Pattaya ernsthaft bemüht ist, sich als attraktives und vielfältiges Reiseziel zu etablieren, das weit über sein bisheriges Image hinausreicht. Die Zeit wird zeigen, wie erfolgreich diese Bemühungen sein werden.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Titus 31.05.24 06:20
Pattaya, eine Stadt die lange Zeit als Zentrum des Sextourismus galt... galt??? Das wäre ja Vergangenheit! Aber die Realität beweist, dass Pattaya nach wie vor ein Hotspot für "sexhungrige" Touristen ist. Wer mit offenen Augen durch die Stadt wandert, der wird es selbst feststellen können! Die Beach Road wird erst nachts so richtig lebendig, wenn Angebot und Nachfrage den Markt bestimmen.
Jürgen Franke 30.05.24 20:00
Diese Region dient auch dazu,
den Ladys, die dort tätig sind, ihre Familien im Landesinnere am Leben zu erhalten.
Manfred Guempel 30.05.24 19:00
Pattaya will sich vom Rotlicht Image lösen
Wie dieses nach über 60 Jahren geschehen soll, ist schwer vorstellbar!
Pattaya ohne Ladys und den unzähligen Bars schwer vorstellbar! Nur mit Familien diese Lücke zu füllen, dürfte es ebenfalls kaum klappen.
Abwarten, vielleicht geschieht ein Wunder.
Paul Müller 30.05.24 18:20
Alle Jahre wieder...
...grüsst das Murmeltier. Solange die Stadtverwaltung es nicht hinkriegt, in der Stadt auch nur lausige 100 Meter Gehsteig hinzukriegen, ohne Betonmasten, herausstehende Eisenstangen, tiefe Löcher (selbst schon verletzt, inkl. Besuch im BKK Hospital) oder Ladengeschäfte und Restaurants, welche das Trottoir schlicht als Privatbesitz verstehen, wird das nix mit der Top Class Destination. Lassen wir sie weiter Tagträumen...
leschim alex 30.05.24 18:10
In Pattaya die Bar- und Vergnuegungsstaetten .....
..... einzuschraenken und dafuer mehr Muay-Thai-Camps zu oeffnen waere so als wenn man in Muenchen das Oktoberfest abschaffen und dafuer mehr Fingerhakler - und Schuhplattler-Vereine gruenden wuerde.
Ingo Kerp 30.05.24 17:10
Das waere natuerlich ein grosser Schritt, wenn Pattaya nicht mehr der "groesste Puff" waere, wie es so oft in den Medien steht. Eine Abkehr davon wuerde allerdings viele Empfaenger von "Umschlaegen" das zukuenftige Zusatzeinkommen vermissen lassen, wenn der Vorschlag umgesetzt werden wuerde. Also ist davon auszugehen, es wird nichts passieren, wie gehabt.
Thailand Fan 30.05.24 17:00
Förderung thailändischer Kampfkünste
Und ich dachte immer, das wären die Schießereien, Messerstechereien und Schlägereien der bekannten Jugendgangs in den Barbereichen und am Strand.
Uli 30.05.24 16:30
Alle Jahre wieder.....
so wie Songkran und diverse andere Feiertage kommt auch dieses Thema wieder auf den Tisch. Aber zum Glück haben die Lobbyisten der Bar und Vergnügungsbranche sowie die diversen Landlords da wohl schon immer ein Veto eingelegt wenn mal wieder von irgendwelchen Regierungsmitgliedern das Thema auf den Tisch kam. Ausserdem hat man spätestens dann wieder einen Rückzieher gemacht wenn man gesehen hat wieviel Geld damit in die Stadtkasse geflossen ist. Aber um das "Gesicht" zu wahren wird eben das Thema gerne mal wieder ausgegraben.
PiNott 30.05.24 16:00
Weltklasse
Es stand ja vor einigen Tagen im "Farang", dass das Seebad einen der schönsten Strände der Welt hat. Da freuen sich natürlich die Familien, insbesondere über die hervorragende Wasser"qualität" (manchmal trifft man beim Schwimmen alte "Bekannte"), den "überschaubaren" Verkehr und die "reine" Luft....Oops, das hab ich doch nicht geträumt, oder?
Ludwig Haugg 30.05.24 15:50
Die folgenden herausragenden Eigenschaften sollten in einer Werbe-
broschüre nicht fehlen :

Einzigartiger Luftkurort
Strandparadies an der Golfküste
Perle des Orients
Oase der Ruhe
Kulturhauptstadt Sūdostasiens
Vorbildliche städtische Infrastruktur
Ein glänzendes Beispiel für nachhaltigen Tourismus

Walter Wolf 30.05.24 14:23
Familienfreundliches Reiseziel
55555 Sorry Thailand wenn ich jetzt lachen muss! Aber bestimmt wird dadurch Wirtschaft und Tourismus "angekurbelt" und es werden Milliarden baht generiert. Ich habe mich nach Europa zurückgekurbelt.
Kurt Kaenel 30.05.24 14:21
Infrastuktur
Wie wäre es, wenn mal alle Linien der Abwasserreinigung laufen würden, neue Müllverbrennungen gebaut würden, kein Schmutzwasser mehr ins Meer geleitet würden. Das Geld versickert auf jeden Fall, fragt sich nur wo.....
Mike Bösch 30.05.24 11:00
Ein bisschen Ironie schadet nie...
Als Zukünftiges Mekka des Formel 1 / E Rennsport wird es kaum Platz für Familien haben...