Passage ausländischer Schiffe

Philippinen warnen Peking

Foto: Twitter/@kdmichaell
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MANILA (dpa) - Im Streit um das Südchinesische Meer hat die philippinische Regierung eine Warnung an China ausgesprochen.

Künftig müssten sich alle ausländischen Schiffe vor einer Passage durch die Gewässer der Philippinen ankündigen und eine Erlaubnis einholen, sagte ein Sprecher des Präsidenten Rodrigo Duterte am Dienstag. «Entweder es gibt Regelbefolgung in freundlicher Art und Weise, oder wir werden sie auf unfreundliche Art und Weise durchsetzen.»

Nach Angaben des philippinischen Militärs sind seit Juli mindestens fünf chinesische Kriegsschiffe durch Gewässer der Philippinen gefahren. Die Schiffe hätten nicht auf Anfragen reagiert und seien nicht angemeldet gewesen. Von der chinesischen Botschaft in der philippinischen Hauptstadt Manila gab es zunächst keinen Kommentar.

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Peking beansprucht 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen führen. Der Internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies 2016 die Gebietsansprüche zurück. China ignoriert das Urteil aber.

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Jürgen Franke 21.08.19 04:47
Duterte wird sich das sicherlich
nicht bieten lassen, zu mal er mit Trump befreundet ist und, falls notwendig, unterstützt wird.
David Hermann 21.08.19 04:46
Erstaunlich dass Duterte der seit Jahren mit Engelszungen auf die Pekinger Autokraten einredet nun die Strategie wechselt. Noch Ende Juli hatte er Peking 40% der Oel/Gasvorkommen in Philippinischen Gewaessern geboten, was bei der Bevoelkerung sauer aufgestossen ist. Aber mit freundlichem Kompromissangeboten kommt man bei diesen Anti-Demokraten nicht weiter, also schaltet Duterte nun auf Konflikt um die eigenen Hoheitsrechte mit Zaehnen und Klauen verteidigen. Die Frechheit der Chinesen einfach fast das gesamte Suedchinesische Meer bis vor die Kuesten von Japan, Vietnam, Philippines, Indonesien und Taiwan zu annektieren wird nicht funktionieren. Die Kommunisten koennen volle Konfrontation gegen alle Nachbarn (ausser Nordkorea) fahren, aber wenn man gleichzeitig auf Teufel komm raus exportieren muss um seine Hunderten Millionen Arbeiter in Beschaeftigung ruhig zu stellen, wird unweigerlich Kompromisse finden muessen.
Hans Roland 20.08.19 21:24
Der Chinesische Anspruch -
auf das Chinesische Meer ist ein "dicker Hund",ein feindlicher Akt gegenüber Nachbarstaaten und Seerecht.Sicher ist auch der Handelskonflikt der USA mit China auf diese Expansion Chinas zurückzuführen.