PHETCHABURI: Ein im Nationalpark Kaeng Krachan aufgenommenes Foto einer schwarzen Panthermutter mit vermutlichem Jungtier wird von den Behörden als positives Signal für den Zustand des Ökosystems gewertet. Nach Angaben von Parkleiter Mongkol Chaiphakdi zeigt die Aufnahme den Erfolg der Schutzmaßnahmen und unterstreicht die Bedeutung des Waldkomplexes als UNESCO-Weltnaturerbe. Das Tier wurde auf einer asphaltierten Straße innerhalb des Schutzgebiets gesichtet.
Die Aufnahme stammt von Dr. Polawat Thaipinnnarong, der das Tier im Bereich zwischen Kilometer 11 und 12 nahe der Rangerstation Ban Krang fotografierte. Anhand äußerer Merkmale identifizierten Fachleute das Tier als weiblich; deutlich sichtbare Zitzen deuten darauf hin, dass sich Jungtiere in der Nähe befinden könnten. Die Behörden werten dies als Hinweis darauf, dass sich seltene Wildtiere im Schutzgebiet erfolgreich fortpflanzen.
Hinweise durch Languren führten zur Sichtung
Der Fotograf berichtete, dass er die Begegnung nach mehreren Tagen vergeblicher Suche eher zufällig gemacht habe. Zuvor seien in dem Gebiet überwiegend Leoparden beobachtet worden. Ausschlaggebend seien Warnrufe von Languren in der Nähe einer Wasserstelle gewesen. Nach kurzer Wartezeit habe er das Tier auf der Straße entdeckt, wo es die Straße überquerte und danach wiederholt auf der Straße umherlief.

Die Parkverwaltung ruft Besucher insbesondere in der Trockenzeit zur Vorsicht auf. Wildtiere suchten dann häufiger Wasser- und Nahrungsquellen in Straßennähe auf. Touristen sollen bei Sichtungen Abstand halten, keine Geräusche verursachen und die Tiere weder stören noch füttern, um deren natürliches Verhalten nicht zu beeinträchtigen.