Niederlande öffnen Hochschulen - Nachtclubs bleiben zu

Hochschule in Rotterdam, Niederlande. Foto: epa/Remko De Waal
Hochschule in Rotterdam, Niederlande. Foto: epa/Remko De Waal

DEN HAAG: Angesichts noch anhaltend vieler Neuinfektionen lockern die Niederlande ihre Corona-Maßnahmen vorerst nur geringfügig. Clubs, Bars und Diskotheken blieben weiterhin geschlossen, teilte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mit. Allerdings dürfen die Universitäten und Fachhochschulen nach den Sommerferien wieder ihre Türen öffnen und Studenten nach eineinhalb Jahren wieder Präsenzunterricht bekommen.

Premier Rutte betonte, dass die Regierung das Risiko einer erneuten Infektionswelle wie Anfang Juli nicht eingehen wolle. «Wir müssen vorsichtig bleiben.» Die Regierung wird daher die Regeln vor allem für die Nachtgastronomie und Groß-Veranstaltungen nicht lockern.

Erleichterung aber wird es für die rund eine Million Studenten und Fachhochschüler geben. Sie müssen keinen Sicherheitsabstand von 1,5 Meter mehr voneinander halten, wie der Premier ankündigte. Allerdings müssen sie in den Gängen Mundmasken tragen. Große Vorlesungen mit mehr als 75 Studenten soll es vorerst aber noch nicht geben. In den vergangenen 18 Monaten hatten die meisten Studenten nur digital Unterricht.

Den nächsten Schritt zur Normalität stellte der Premier erst für den 20. September in Aussicht. Sofern die Zahl der Neuinfektionen und Patienten in Krankenhäusern niedrig sei, könne dann die Masken-Pflicht in Bus und Bahn gestrichen werden. Die Regierung hält es zudem für möglich, dass ab November alle Corona-Maßnahmen aufgehoben werden können.

Ende Juni waren Clubs und Diskotheken geöffnet worden. Daraufhin waren die Infektionszahlen explosionsartig gestiegen, die Regierung zog die Notbremse. In den vergangen Wochen verbesserte sich die Lage drastisch. Doch noch immer ist die Inzidenz von 105 sehr hoch. Zum Vergleich: In Deutschland liegt der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei etwa 30.

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