SpaceX-Raketenteil trifft den Mond

Forscher erwarten ungeplanten Einschlag Anfang August

Der zunehmende Mond steht am Himmel über Frille, einem Ortsteil von Petershagen. Foto: Boris Roessler/dpa
Der zunehmende Mond steht am Himmel über Frille, einem Ortsteil von Petershagen. Foto: Boris Roessler/dpa

WASHINGTON: Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.

Ein Teil einer SpaceX-Rakete soll Wissenschaftlern zufolge im August ungeplant auf dem Mond aufschlagen. Es handele sich dabei um die Oberstufe der Rakete «Falcon 9», mit der im Januar 2025 zwei Lander zum Mond gestartet waren, hieß es unter anderem von dem US-Astronomen Bill Gray und der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Berechnungen zufolge werde der Aufschlag wohl am 5. August erfolgen. Das von Tech-Milliardär Elon Musk gegründete Raumfahrtunternehmen SpaceX äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht dazu.

Ob der Aufschlag von der Erde aus sichtbar sein werde, sei noch unklar. «Ich denke, er wird sehr, sehr schwer zu sehen sein, wenn nicht unmöglich», sagte William Cooke, ein Manager der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Einige Tage vor und einige Tage nach dem erwarteten Aufschlag solle die Nasa-Sonde «Lunar Reconnaissance Orbiter» über die erwartete Einschlagstelle fliegen, hieß es von der US-Raumfahrtbehörde. Das könne mehr Informationen zu dem Ereignis liefern. Am 15. Januar 2025 waren mit der «Falcon 9»-Rakete die Mondlander «Blue Ghost» des US-Unternehmens Firefly Aerospace und «Resilience» des japanischen Start-Ups ispace gestartet.

Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Nasa-Wissenschaftler gingen aufgrund von Bildern der Sonde «Lunar Reconnaissance Orbiter» damals davon aus, dass es sich um einen Teil einer alten chinesischen Rakete handelte, wahrscheinlich der Trägerrakete der «Chang'e 5-T1»-Mission, die 2014 von der Erde aus ins All geschossen worden war. China hatte diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Geplante Einschläge zu Forschungszwecken hat es in der Vergangenheit auf dem Mond schon mehrfach gegeben.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.


Sind Sie bereits Online-Abonnent? Lesen Sie die vollfarbige PDF-Ausgabe DER FARANG.