Neues aus der Raumfahrt am Donnerstag

Eine SpaceX Falcon 9-Rakete, Raumschiff Crew Dragon, ist in einer Falschfarben-Infrarotbelichtung zu sehen, als sie von der NASA-Station gestartet ist. Foto: epa/Bill Ingalls
Eine SpaceX Falcon 9-Rakete, Raumschiff Crew Dragon, ist in einer Falschfarben-Infrarotbelichtung zu sehen, als sie von der NASA-Station gestartet ist. Foto: epa/Bill Ingalls

Südkoreas erster Test einer selbstgebauten Rakete nur halberfolgreich

SEOUL/GOHEUNG: Zunächst sah es gut aus beim Start der Weltraumrakete in Südkorea. Doch dann stellte sich heraus: Komplett gelungen ist der Test nicht.

Südkoreas erster Test einer komplett selbstgebauten Trägerrakete hat die Zielvorgaben nicht vollständig erreicht. Laut Präsident Moon Jae In hat die Rakete am Donnerstag zwar «alle Flugsequenzen abgeschlossen», jedoch nicht wie geplant eine Satellitenattrappe in die Erdumlaufbahn bringen können. «Wir haben unser Ziel leider nicht ganz erreicht», sagte Moon, der den Start der Rakete direkt am Weltraumbahnhof beobachtet hatte.

Die Rakete war um 17.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) vom Naro Space Center nahe des südlichen Küstenorts Goheung gestartet. Südkoreanische Fernsehsender hatten den Start live übertragen.

Bei der 200 Tonnen schweren Rakete handelt es sich um den sogenannten Typ «KSLV-II». Sie ist die erste getestete Raumfahrtrakete, die vollständig in Südkorea entwickelt und gebaut wurde. Laut der südkoreanischen Raumfahrtagentur ist der nächste Test einer «KSLV-II»-Rakete für den 19. Mai im nächsten Jahr geplant.

Die Regierung in Seoul plant, als Teil ihres Weltraumprogramms in den kommenden Jahren unter anderem Kommunikationssatelliten und Mondsonden in Umlauf zu bringen.

Der Raketenstart war ursprünglich eine Stunde früher geplant, doch laut Angaben des Wissenschaftsministeriums gab es Verzögerungen bei der Inspektion der Ventile am Flugkörper.

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