Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Samstag

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Schriftsteller Politycki aus Frust von Hamburg nach Wien umgezogen

HAMBURG/WIEN: Der Schriftsteller Matthias Politycki («Weiberroman», «In 180 Tagen um die Welt») kritisiert eine verkümmernde Diskussionskultur in Deutschland, eine Identitätspolitik der Linken und das Gendern der Sprache und ist aus Ärger über die Situation von Hamburg nach Wien umgezogen. «Wir alle haben jede Menge zu verlieren, auch in der Literatur geht es bereits ans Eingemachte», erläuterte der 66-Jährige in einem Interview mit dem «Hamburger Abendblatt» (Samstag-Ausgabe).

«Es geht an das, was wir künftig in welcher Wortwahl und Grammatik noch schreiben dürfen und wer es aufgrund seines Geschlechts, seiner Hautfarbe, seiner Herkunft, seiner sexuellen Orientierung nicht mehr darf», sagte Politycki. «Ich sehe die Freiheit der Phantasie, die Freiheit des Gedankens und der Sprache tatsächlich bedroht.»

Er mahnte zur Mäßigung. «Wir müssen die Kunst des Zuhörens wieder neu erlernen. Und auch die des wilden Denkens, das sich nicht an Haltungsvorgaben von Links und schon gar nicht von Rechts klammert.»

Der Erfolgsautor hatte seine Gedanken auch Mitte Juli in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» in dem Essay «Mein Abschied von Deutschland» dargelegt. Alle Brücken nach Hamburg, wo er zuvor viele Jahre lebte, will Politycki aber nicht abbrechen. Dem «Hamburger Abendblatt» sagte er: «Ich werde ab und an von Wien hierher kommen und hoffentlich ein bisschen von der Entspanntheit mitbringen, die man im Wiener Alltag kultiviert.»


Boris Johnson wird wieder Vater

LONDON: Der britische Premierminister Boris Johnson (57) und seine Ehefrau Carrie werden erneut Eltern. Wie britische Medien am Samstag berichteten, teilte Carrie Johnson (33) auf ihrem privaten Instagram-Account ihre Schwangerschaft mit. Das Kind werde etwa an Weihnachten erwartet, hieß es demnach. Das Paar, das Ende Mai geheiratet hatte, hat bereits einen gemeinsamen Sohn: Wilfred wurde am 29. April 2020 geboren. Johnson hat aus einer früheren Ehe mit der Anwältin Marina Wheeler zudem vier erwachsene Kinder.

Carrie Johnson schrieb bei Instagram den Medienberichten zufolge zudem, dass sie Anfang des Jahres eine Fehlgeburt erlitten habe. Das habe ihr das Herz gebrochen. «Ich fühle mich unglaublich gesegnet, wieder schwanger zu sein, aber ich habe mich auch wie ein Nervenwrack gefühlt. Fruchtbarkeitsprobleme können für viele Menschen sehr schwierig sein, insbesondere wenn es auf Plattformen wie Instagram so aussieht, als würde alles immer nur gut laufen», schrieb sie in dem Beitrag. «Ich fand es sehr tröstlich, von Menschen zu hören, die ebenfalls einen Verlust erlitten hatten, daher hoffe ich, dass diese Mitteilung auch anderen helfen kann.»


US-Schauspieler Clooney in norditalienischer Wahlheimat nach Unwetter

LAGLIO: US-Schauspieler George Clooney hat nach den Zerstörungen durch starke Regenfälle und Überflutungen in Norditalien seine Hilfe angekündigt. Er habe gesagt, es sei bereit zu helfen und seinen Teil beizutragen, zitierte der «Corriere della Sera» in seiner Samstagsausgabe den Bürgermeister der Gemeinde Laglio am Comer See, Roberto Pozzi. Clooney hat dort demnach ein Haus. In den sozialen Medien waren Fotos von Clooney mit Helfern des örtlichen Katastrophenschutzes und Pozzi zu sehen.

In der Gegend um den Comer See hatten starke Regenfälle seit Dienstag vielerorts zu Erdrutschen sowie Überflutungen geführt und schwere Schäden angerichtet. Die Gemeinde befreite die Woche über mit schwerem Gerät von Schlamm überzogene Straßen und baggerte Geröll weg.

In einem Video, das der italienische Fernsehsender Rai 1 am Donnerstag verbreitet hatte, sagte Clooney, die Situation sei schlimmer, als man denke. Der 60-Jährige machte jedoch Hoffnung. «Diesen Ort hier gibt es schon immer, ihn wird es weiter geben und er wird stärker und besser zurückkommen.»


Action-Star Gerard Butler verklagt Hollywood-Produzenten

LOS ANGELES: Action-Star Gerard Butler (51) hat die Produzenten des Films «Olympus has Fallen - Die Welt in Gefahr» wegen Vertragsbruchs und Betrugs verklagt. Der britische Schauspieler reichte die Klage am Freitag in Los Angeles ein, wie die Branchenblätter «Variety» und «Deadline.com» berichteten. Butler pocht demnach auf eine Zahlung von mehr als 10 Millionen Dollar, die ihm als Beteiligung an den Kinokasseneinnahmen zustehen würde. In der Klageschrift heißt es, die Macher des Action-Thrillers hätten Butler um Millionenbeträge betrogen.

In «Olympus has Fallen - Die Welt in Gefahr» (2013) unter der Regie von Antoine Fuqua («Training Day») spielte er den Geheimagenten Mike Banning, der den US-Präsidenten im Weißen Haus aus den Händen von Terroristen retten soll. Der Film spielte weltweit über 170 Millionen Dollar ein.

Am Tag zuvor hatte Scarlett Johansson (36) im Streit um ihren neuen Film «Black Widow» den US-Unterhaltungsriesen Disney wegen Vertragsbruchs verklagt. Auch dieser Streit dreht sich um Geld. Ihre Klage richtet sich gegen die gleichzeitige Veröffentlichung des Marvel-Films im Kino und bei der Streamingplattform Disney+.


Schauspielerin Robin Wright ist in der Natur «ganz bei sich selbst»

Berlin (dpa)- US-Schauspielerin Robin Wright (55, «House of Cards») setzt zum Glücklichsein auf den Verzicht digitaler Geräte. «Wir sollten uns nicht den ganzen Tag lang mit unseren Computern und Telefonen beschäftigen, sondern lieber die Natur erleben», sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die habe heilende Kräfte, nach denen sie «regelrecht süchtig» sei. In ihrer Kindheit sei sie häufig mit ihren Eltern zelten gewesen, das präge sie bis heute. «Wenn ich mich zu lange in der Stadt aufgehalten habe, muss ich unbedingt wieder in den Wald oder an den Strand zurück. Da spüre ich wieder meine Seele und bin ganz bei mir selbst.»

Wright arbeitet neuerdings als Regisseurin - am 5. August kommt ihr Drama «Abseits des Lebens» in die Kinos. Es handelt von einer Anwältin, die sich nach einem schmerzhaften Verlust in die Wildnis zurückzieht.

Nicht mehr nur vor der Kamera zu arbeiten, gefällt der gebürtigen Texanerin. «Als Schauspielerin bist du doch nur eine Marionette. Man gibt dir Anweisungen, dirigiert dich herum.» Ganz aufhören könne sie mit der Schauspielerei dennoch nicht: «Nein, denn sie ist auch ein wichtiges Ventil für mich. Ich könnte nicht ohne sie überleben.» In «Abseits des Lebens» spielt Wright auch die Hauptrolle.

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