Neues aus der Film-, Musik- und Promiwelt am Freitag

Foto: Pixabay
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Thomas Anders verteidigt Konzertabsagen in Russland mit Wertekompass

OSNABRÜCK: Popsänger Thomas Anders (59) hat die Absage seiner für diesen März geplanten Konzertreise durch Russland verteidigt. «Meinen Wertekompass kann und will ich nicht danach ausrichten, ob ich damit Fans vergraule», sagte er der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ) mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. «Und wenn einige dabei sind, die sich vor den Kopf gestoßen fühlen, dann ist es eben so. Ich will nicht arrogant wirken, aber damit müssten sie dann leben.» Anders hat seit seiner Zeit im Popduo Modern Talking («You're My Heart, You're My Soul») eine große Anhängerschaft in Russland. Die Konzertreise sollte auch durch die Ukraine führen. «Interessant war, dass unsere russischen Veranstalter fragten, warum ich absage. Die Shows wären ausverkauft, und ich sollte doch nach Russland kommen», erzählte Anders der Zeitung. «Sie haben einfach nicht mitbekommen, dass Russland einen Angriffskrieg in der Ukraine gestartet hat. Ein paar Tage später baten sie dann höflichst um neue Termine. Mein Agent fragte dann: Auf welchen Zeitraum sollen wir denn jetzt verschieben? Die Antwort aus Russland war: Im Herbst ist doch alles wieder normal. Sie tappten offenbar tatsächlich im Dunkeln.»


Alle vier Abba-Stars bei der Weltpremiere von «Abba Voyage» in London

LONDON: In Anwesenheit der Abba-Mitglieder Björn Ulvaeus, Benny Andersson, Agnetha Fältskog und Anni-Frid Lyngstad hat das neue Konzerterlebnis «Abba Voyage» am Donnerstag in London eine umjubelte Weltpremiere gefeiert. Ab sofort ist die spektakuläre Show mehrmals pro Woche zu sehen. Die Musiker der legendären schwedischen Popband («Dancing Queen», «Mamma Mia»), die sich vor 40 Jahren getrennt hatte, stehen dabei nicht leibhaftig auf der Bühne, sondern als voll animierte, digital verjüngte «Abba-tare». Der Gesang kommt vom Band, die Instrumente werden von einer Liveband gespielt. 3000 Zuschauer tanzten und sangen begeistert mit. Am Ende applaudierten sie minutenlang für die künstlichen Musiker - und für die echten, die zum Abschluss die Bühne betraten.


Böhmermann geht schon in Sommerpause - «heute-show» erst Mitte Juni

KÖLN/MAINZ: Das «ZDF Magazin Royale» mit Jan Böhmermann (41) geht an diesem Freitag (27.5.) in die Sommerpause. Das ist etwa drei Wochen später als letztes Jahr. Das Format, das schon ab 20.00 Uhr online ist und dann um 23.00 Uhr im Zweiten linear ausgestrahlt wird, sieht sich als «Late-Night-Show kombiniert mit journalistischer Recherche». In den letzten Wochen war die Gesellschaftssatire immer wieder Gesprächsthema, etwa weil sie Machenschaften des Influencers und Geschäftsmanns Fynn Kliemann aufdeckte. Das stets vor Böhmermann laufende Satireformat «heute-show» geht übrigens erst im Juni in die Sommerpause.


Tom Hanks will keinen einfachen Bösewicht spielen

CANNES: US-Schauspieler Tom Hanks (65) hat nach eigener Aussage kein Interesse daran, einen schlichten Bösewicht darzustellen. «Ich bin nicht interessiert daran, einen Schurken zu spielen im Sinne von: «Bevor ich Sie umbringe, Herr Bond, wollen Sie noch eine Führung durch meine Anlage?»», sagte er am Donnerstag bei den Filmfestspielen in Cannes. Im Biopic «Elvis» von Baz Luhrmann (Kinostart 23. Juni) spielt Hanks den Manager des legendären Sängers. Hanks stellt Tom Parker, der gut 20 Jahre mit Elvis Presley zusammenarbeitete, als gierigen Mann dar, der sich übermäßig am finanziellen Gewinn Presleys bereichert hat. Dennoch sei er nicht einfach nur ein Schurke gewesen, sagte Hanks am Donnerstag. «Er war ein Mann, der die Gelegenheit sah, ein einmaliges Talent in eine kulturelle Urgewalt zu verwandeln.» Die Vielzahl der Wege, durch die Parker Leute um Geld betrogen habe, sei außergewöhnlich. «Elvis» feierte am Mittwochabend Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes und erhielt die bisher längsten Standing Ovations von über zehn Minuten. Unter den vielen prominenten Gästen der Premiere war auch die einstige Frau von Elvis, Priscilla Presley.


«Comedy for Future Festival» in Berlin - gegen den Klimawandel

BERLIN: Humor gegen den Klimawandel: Mit einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor, der «Laughparade», hat am Donnerstag das Festival «Comedy for Future» begonnen. Bis Sonntag wollen mehr als 50 Comedians für den Kampf gegen den Klimawandel mobilisieren, darunter Atze Schröder und Olaf Schubert. Das Festival gibt es zum ersten Mal. Die Veranstalter sprachen von einer fröhlichen und ausgelassenen Stimmung bei ihrem Protest für eine bessere Zukunft an Himmelfahrt. Auf einer Bühne hielten Umweltschützer bunte Schilder mit den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen in die Höhe. Die Berliner Band Dr. Phil Harmonic spielte. Schauplatz danach ist die Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater. Unter den angekündigten Künstlern und Künstlerinnen sind auch Abdelkarim, Horst Evers, Gayle Tufts und Helene Bockhorst. Schirmherr ist Eckart von Hirschhausen. Einige Festival-Beiträge werden nach Angaben der Veranstalter für das ZDF aufgezeichnet.


Anklage gegen Spacey wegen sexueller Übergriffe auf drei Männer

LONDON: Der Hollywood-Schauspieler Kevin Spacey (62) ist in Großbritannien wegen sexueller Übergriffe auf drei Männer angezeigt worden. Es handele sich um insgesamt drei Fälle in London aus den Jahren 2005 und 2008 sowie einen Fall in der südwestenglischen Grafschaft Gloucestershire von 2013, teilte die britische Staatsanwaltschaft (Crown Prosecution Service) am Donnerstag in London mit. In einem der Fälle werde er angeklagt, eine Person zu «penetrierenden sexuellen Aktivitäten» genötigt zu haben, hieß es weiter. Dazu soll es 2008 gekommen sein. Gegen Spacey waren im Herbst 2017 im Zuge der MeToo-Debatte Vorwürfe von sexuellen Übergriffen und Belästigungen laut geworden. Auch Crewmitglieder der Netflix-Serie «House of Cards» warfen Spacey sexuelle Belästigungen vor. Daraufhin kündigte der Streaming-Gigant die Zusammenarbeit.


Armin Mueller-Stahl kommt beim Malen zu sich

BERLIN: Der Schauspieler Armin Mueller-Stahl (91) hält seinen Beschluss, sich in seinem «letzten Kapitel» auf die Malerei zu konzentrieren, für richtig. «Ein bisschen auch noch dem Schreiben, aber seit meine Augen auf die kurze Distanz so schlecht sind, ist das Schreiben schwer geworden», erzählte Mueller-Stahl dem «Süddeutsche Zeitung Magazin» (Freitag). «Das Reizvolle an der Malerei ist, dass Sie in Ihrer eigenen Welt leben und sich ein bisschen von den Gräueln der Gegenwart entfernen. Sie kommen zu sich. Und Sie können ganz allein arbeiten.» Als Schauspieler bekomme er immer noch «schöne Angebote», aber er sei 91 Jahre alt. Mueller-Stahl («Die Manns», «Oberst Redl», «Shine») ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die auch in Hollywood erfolgreich waren.


Ex-Formel-1-Boss Ecclestone dementiert Festnahme in Brasilien

CAMPINAS: Der frühere Formel-1-Chefvermarkter Bernie Ecclestone (91) hat bestritten, dass er wegen illegalen Waffenbesitzes an einem Flughafen in Brasilien festgenommen wurde. «Nein, ich wurde nicht festgenommen, ich wurde befragt», sagte er am Freitag der britischen Nachrichtenagentur PA. «Das Vergehen war nicht, die Waffe zu besitzen, sondern, dass sie nicht registriert war.» Die Kleinpistole vom Typ LWS-32 des US-Herstellers Seecamp sei nicht geladen gewesen und versehentlich in seinen Koffer gepackt worden. Er habe 6000 Brasilianische Real (1175 Euro) Strafe zahlen müssen, und die Waffe sei beschlagnahmt worden.


Christina Aguilera und Ricky Martin bei Aids-Gala nahe Cannes

CANNES: Ein Abend mit Sänger Andrea Bocelli oder eine Reise zu den Galapagosinseln auf einer Luxusjacht: Auf der Gala der Aids-Hilfe amfAR sind dieses Jahr wieder die abenteuerlichsten Dinge versteigert worden. Zu dem Event am Donnerstagabend im Luxus-Hotel Cap-Eden-Roc waren Hunderte Promis geladen. Die Musikstars Christina Aguilera, Ricky Martin und Charlie XCX posierten vor ihren geplanten Auftritten auf dem roten Teppich. Neben Leinwandstars wie Robert De Niro, Tom Hanks und Michelle Williams standen Models wie Cara Delevingne, Milla Jovovich oder Barbara Meier auf der Einladungsliste. Designer Tommy Hilfiger und seine Frau Dee Ocleppo waren ebenso anwesend wie Fußballprofi Robert Lewandowski und seine Ehepartnerin Anna Lewandowska. Die gemeinnützige Stiftung amfAR sammelt Geld, um die Aids-Forschung, die HIV-Prävention und die Behandlung zu unterstützen.


Premier Johnson würdigt Queen als «Elizabeth die Große»

LONDON: Zu ihrem 70. Thronjubiläum hat der britische Premierminister Boris Johnson der Queen Tribut gezollt. Kein Staatsoberhaupt vor ihr habe dem Vereinigten Königreich so gut gedient wie Queen Elizabeth II., sagte der Tory-Politiker am Donnerstag im Parlament in London. «Kein Monarch verdient aufgrund des Einsatzes, des Engagements und der Leistung das Attribut der Größe mehr als sie. Und für mich ist sie bereits Elizabeth die Große», sagte Johnson. Der Premier berichtete, seine wöchentlichen Audienzen mit der Queen seien stets «überaus beruhigend», da die Monarchin die Tragweite der Geschehnisse erkenne.


Merz: Entscheidung für neue Brille war «ganz praktisch»

BERLIN: CDU-Chef Friedrich Merz ist nach eigenen Worten durch eine «ganz praktische» Entscheidung zu seiner neuen Brille gekommen, die er seit einigen Wochen trägt. «Ich war auf der Suche nach einer Lösung für eine Lesebrille, die ich nicht ständig auf- und absetzen muss», sagte der 66-Jährige dem Magazin «Der Spiegel». Nach Jahren habe er jetzt den zweiten Versuch unternommen, eine Gleitsichtbrille zu tragen. «Und da sich die Technik weiterentwickelt hat, komme ich jetzt damit zurecht.» Empfohlen habe ihm das neue Modell sein Optiker im Sauerland, sagte Merz.


Steffi Graf über Leben im Rampenlicht: «Das fiel mir eher schwer»

BERLIN: Ein Leben im Fokus der Öffentlichkeit war für Ex-Tennisstar Steffi Graf nach eigenen Worten nie erstrebenswert. «Ich habe grundsätzlich wenig Bedürfnis nach Öffentlichkeit», sagte die 52-Jährige dem Magazin «Vogue Germany», auf dessen aktuellem Cover sie zu sehen ist. «Auch während meiner Karriere war mir meine Privatsphäre sehr wichtig, was damit zu tun haben könnte, dass ich bereits in einem so jungen Alter im Rampenlicht stand.» In Zeiten von Social Media wüchsen viele Menschen mit einer neuen Form von Öffentlichkeit auf. Zwar könnten junge Menschen auch Selbstvertrauen daraus ziehen. «Aber das ständige Mitteilen-Wollen, dieses Öffentlichkeitsbewusstsein und der Umgang damit sind fast ein Muss geworden. Es ist auf jeden Fall schwerer geworden, die Konzentration auf das Wesentliche zu behalten, die richtige Balance und einen Ausgleich zu finden.»


Bücher-Fan Letizia: Ein schöner Tag für Spaniens Königin

MADRID: Die spanische Königin Letizia ist bekanntlich eine begeisterte Leserin. Der Freitag war daher für die 49 Jahre alte Ehefrau von König Felipe VI. (54) wohl ein besonders schöner Tag. Nach der Eröffnung der 81. Ausgabe der Madrider Buchmesse nahm die ehemalige Journalistin bei einem Rundgang durch das Open-Air-Ausstellungsgelände im Retiro-Park der spanischen Hauptstadt mindestens 35 Bücher mit, wie die Zeitung «El Mundo» berichtete.

Doña Letizia habe sich Zeit genommen und sei bei deutlich über 30 Grad im Schatten etwa eineinhalb Stunden durch die insgesamt 378 Stände geschlendert, hieß es. Einem Aussteller habe die Königin gesagt, sie sei schon mehrfach bei ihm im Laden gewesen. «Aber ihr habt mich nicht erkannt.» Letizia habe viele Autogramme gegeben.

Schon seit einigen Jahren wird die «Feria del Libro» in Madrid von der Mutter von Kronprinzessin Leonor (16) und Infantin Sofía (15) eröffnet. Dieses Jahr dauert die Veranstaltung bis zum 12. Juni - und erstmals seit Pandemieausbruch ohne Restriktionen.


Russische Sopranistin Netrebko will wieder in Deutschland auftreten

PARIS: Nach Auftritten in Monaco und Paris will die russische Star-Sopranistin Anna Netrebko, die wegen ihrer zögerlichen Haltung zum Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine in der Kritik stand, auch wieder in Deutschland singen. Sie werde noch in diesem Jahr zusammen mit ihrem Ehemann Yusif Eyvazov für Konzerte unter anderem nach Regensburg, in die Kölner Philharmonie und die Hamburger Elbphilharmonie kommen, wie aus einer Mitteilung vom Freitag hervorgeht. Im kommenden Jahr sollen Auftritte in Frankfurt am Main, Wien und Malmö folgen.

Nach Kriegsbeginn hatte sich Netrebko vorübergehend aus dem Konzertleben zurückgezogen. Mehrere Opernhäuser hatten Auftritte von ihr abgesagt. In Paris wurde die 50-Jährige nun am Mittwochabend nach ihrem Konzert in der Philharmonie begeistert gefeiert. Sie hatte Werke von Rachmaninow, Debussy und Tschaikowsky interpretiert. Die ukrainische Botschaft hat mit heftiger Kritik auf den Auftritt reagiert. Dass das Konzert stattfinden konnte, sei empörend. Der Missklang zwischen der französischen öffentlichen Meinung, die die Ukraine unterstütze, und der Heuchelei des Publikums, das der Kreml-Sopranistin applaudiere, sei traurig, teilte die diplomatische Vertretung auf Twitter mit. Ein paar Dutzend Demonstranten hatten vor der Pariser Philharmonie gegen das Konzert demonstriert.

Vergangenen Monat stand Netrebko bereits in Monaco auf der Bühne der Monte-Carlo Opera. Netrebko hatte sich nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine am 24. Februar zunächst zögerlich gezeigt, dann aber den Krieg gegen die Ukraine ausdrücklich verurteilt. Netrebko lebt vor allem in Österreich.


ProSieben plant auch für 2023 «Germany's Next Topmodel»

UNTERFÖHRING: Die Castingshow «Germany's Next Topmodel» will der Sender ProSieben auch im nächsten Jahr zeigen.

Ein Sendersprecher teilte am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit: «Es haben sich schon viele Kandidatinnen beworben.» Am Donnerstagabend ging die 17. Staffel mit Heidi Klum zu Ende. Die Staffel hatte den Schwerpunkt Diversität - alle Größen, Figuren und Altersgruppen waren erlaubt. Die Österreicherin Lou-Anne (18) gewann die Show. Auch ihre Mutter Martina (50) hatte als Kandidatin mitgemacht und kam auf Platz drei.


Roboter malt Queen zum Jubiläum

LONDON: In ihren 70 Jahren auf dem Thron ist Queen Elizabeth II. von vielen Künstlern gemalt worden - und nun auch von einem Roboter. Ai-Da, eine 2019 an der Universität Oxford entwickelte «ultrarealistische humanoide Roboterkünstlerin», porträtierte die Königin im Werk «Algorithm Queen», wie die britische Nachrichtenagentur PA am Freitag meldete. Model stehen musste die Queen dafür aber nicht. Ai-Da, die als Frau gekleidet ist und nach der britischen Mathematikerin Ada Lovelace benannt ist, nutze Kameras in ihren Augen und ihr Computergedächtnis, bevor dann verschiedene Algorithmen einsetzen. Ein Roboterarm verwandelte dann die digitalen Formationen in physische Zeichnungen und Malerei.


Sechs Gardesoldaten kurz vor Queen-Parade wegen Drogen festgenommen

LONDON: Wenige Tage vor den Feiern zum 70. Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. sind sechs Soldaten aus einem ihrer Leibregimenter sowie ein Veteran wegen Drogengeschäften festgenommen worden. Die Mitglieder der Irish Guards stünden zudem unter Verdacht von Zinswucher und Geldwäsche, teilte das britische Verteidigungsministerium am Freitag mit. «Keiner der Soldaten, gegen die ermittelt wird, wird an der geplanten Parade zum Platinjubiläum der Queen teilnehmen.» Wie die Zeitung «Sun» berichtete, kamen fünf der sieben Verdächtigen gegen Kaution frei.

Das erste Bataillon der Irish Guards, einer der aktivsten Einheiten der britischen Armee, soll bei der «Trooping the Colour» genannten Parade mitmarschieren, mit der am Donnerstag (2.6.) die Festivitäten in London eröffnet werden. Prinz William ist als sogenannter Colonel of the Regiment der royale Schirmherr der Irish Guards und trug bei seiner Hochzeit 2011 die Uniform der Truppe. Bekannt ist die Einheit auch für ihr Maskottchen, einen Irischen Wolfshund.

Wie die Zeitung «Daily Mirror» berichtete, wurden bei der Aktion gleichzeitig mehrere Immobilien in verschiedenen Landesteilen durchsucht. «Die Armee toleriert kein illegales oder betrügerisches Verhalten», betonte das Ministerium. Der Fall werde nun von der Militärpolizei untersucht. Bei den Drogen handelte es sich nach «Sun»-Informationen um Kokain.


Erstmals gewinnt eine Inderin Internationalen Buchpreis

NEU DELHI: Erstmals hat eine Inderin den International Booker Prize für übersetzte Fiktion gewonnen. In «Tomb of Sand» von Autorin Geetanjali Shree geht es um eine 80-jährige Inderin, die sich nach dem Tod ihres Mannes entschließt, ins benachbarte Pakistan zu reisen, das früher Teil des britischen Kolonialreichs war, um ihrem ungelösten Trauma der Erfahrung der Teilung während ihrer Jugend entgegenzutreten. Dabei beurteilt sie auch neu, was es bedeutet, Mutter, Tochter, Frau und Feministin zu sein.

Es sei ein glänzender Roman über Indien und die Teilung, dessen faszinierende Lebendigkeit und leidenschaftliches Mitgefühl Jugend und Alter, männlich und weiblich, Familie und Nation in ein kaleidoskopisches Ganzes webe, sagte der Juryvorsitzende Frank Wynne zur Begründung. Der Preis ist mit 50.000 Pfund (59.000 Euro) dotiert.

Shree sagte laut der indischen Nachrichtenagentur PTI bei der Preisverleihung in London am Donnerstagabend: «Hinter mir und diesem Buch liegt eine reiche und blühende literarische Tradition in Hindi und anderen südasiatischen Sprachen. Die Weltliteratur wird reicher sein, wenn sie einige der besten Schreiber dieser Sprachen kennt.» Die heute 64-Jährige wurde in Mainpuri in Indien geboren. Sie hat drei Romane und mehrere Kurzgeschichten geschrieben.

Der Literaturpreis ehrt die besten fremdsprachigen und ins Englische übersetzten Romane, die im Vereinigten Königreich veröffentlicht wurden.


Letzte Show von US-Moderatorin DeGeneres - Aniston und Eilish zu Gast

LOS ANGELES: Nach 19 Jahren mit mehr als 3200 Folgen hat Ellen DeGeneres (64) am Donnerstag die letzte Ausgabe ihrer «Ellen DeGeneres Show» moderiert. Als Gäste hatte die Komikerin unter anderem US-Schauspielerin Jennifer Aniston (53) und die Sängerinnen Pink (42) und Billie Eilish (20) eingeladen. Aniston war 2003 auch in der allerersten Folge zu Gast gewesen. «Wo sind nur die 19 Jahre geblieben», sagte die Schauspielerin, die insgesamt 20 Mal in der Show aufgetreten war.

Eilish hatte mit 16 Jahren bei DeGeneres ihr TV-Debüt gegeben. Sie habe damals so viel Angst gehabt, erzählte die Oscar-prämierte Sängerin. Sichtlich gerührt würdigte Pink die langjährigen Verdienste der Moderatorin. «Du hast mir persönlich in meinem Leben, aber auch im Leben aller so viel bedeutet», sagte die Rock-Sängerin. DeGeneres habe Menschen Freude gebracht und die Welt verbessert.

Die offen lesbische Komikerin und Talkshow-Queen erinnerte an die anfänglichen Hürden. «Zu Beginn durfte ich das Wort 'gay' (homosexuell) in der Show nicht sagen», betonte DeGeneres. Natürlich habe sie damals auch nicht von einer «Ehefrau» sprechen können, denn gleichgeschlechtliche Ehen habe es noch nicht gegeben. Während ihrer Rede schwenkte die Kamera auf die «Ally McBeal»-Schauspielerin Portia de Rossi (49) im Zuschauerraum, mit der DeGeneres seit 2008 verheiratet ist. In den letzten 19 Jahren habe sie versucht, Menschen zu inspirieren, ihr wahres Selbst zu finden, und Mitgefühl zu zeigen, sagte die Moderatorin.

DeGeneres hatte bereits 2021 angekündigt, dass ihre Talkshow in diesem Mai zu Ende gehen würde. Nach Berichten über eine feindselige Arbeitsatmosphäre war die Moderatorin zuvor in die Kritik geraten und hatte sich öffentlich entschuldigt. Die Talkshow wurde seit 2003 von dem US-Sender NBC ausgestrahlt. Sie kam auf mehr als 3200 Folgen mit über 4000 Gästen.


Harry Styles dreht mit James Corden Musikvideo in Fan-Wohnung

NEW YORK: US-Moderator James Corden (43) hat mit Popstar Harry Styles (28) innerhalb von drei Stunden ein Musikvideo gedreht - in der Wohnung von vier Styles-Fans. Für eine Folge von Cordens «Late Late Show», die am Donnerstag (Ortszeit) ausgestrahlt wurde, klingelten Corden und Styles gemeinsam an New Yorker Haustüren, um einen Drehort für das Musikvideo zu Styles' Single «Daylight» zu finden. Nach mehreren Versuchen landeten sie dabei in der Wohngemeinschaft von vier jungen Frauen, wie in der Folge zu sehen war. Diese konnten offensichtlich kaum fassen, wer vor ihrer Tür stand, und hielten sich erst einmal sprachlos die Hände vor den Mund.

Vor dem Dreh erhielten der Moderator und der Sänger eine Tour durch die Wohnung. In einem Schlafzimmer fanden sich dabei diverse Zeichnungen und Fanartikel von Styles' ehemaliger Band One Direction. «Oh mein Gott. Harry, du musst bitte draußen bleiben», sagte Corden. «Wir müssen das alles verstecken.» Auch ein Foto von Cordens Talk-Kollegen Jimmy Fallon entdeckte das Dreh-Team. «Ich versuche, das nicht persönlich zu nehmen», sagte der Moderator.

Für den Dreh durften die vier Frauen dann noch Freunde einladen, die gemeinsam mit den Bewohnerinnen bei einer Party-Szene in der Wohnung auftraten. Das gesamte Video wurde mit einem Budget von nur 300 US-Dollar gedreht, wie Corden in der Folge sagte.


Udo Lindenberg bezeichnet Putin als «weggetretenen Kriegsverbrecher»

STUTTGART: Rockmusiker Udo Lindenberg (76) ist nach eigenen Worten überzeugt, dass sich Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nicht mehr lohnen. «Ich glaube, mit diesem weggetretenen Kriegsverbrecher kann man nicht mehr reden», sagte Lindenberg der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). «Man kann nur hoffen, dass es Lösungen gibt, vielleicht aus seinem direkten Umfeld, dass er endlich abtritt, beziehungsweise abgetreten wird.» Er sei selbst überrascht, dass sein Song «Wozu sind Kriege da» aus dem Jahr 1981 heute wieder «von erschreckender Aktualität» sei. «Der brutale Krieg in der Ukraine, mitten in Europa, das hätte sich niemand mehr vorstellen können. Wir dürfen aber auch all die anderen Kriege nicht vergessen, im Jemen, Sudan, Mali, Syrien. Die Menschheit muss bald mal die Kriege beenden, sonst beenden die Kriege die Menschheit», sagte Lindenberg.


Justin Timberlake verkauft Musikrechte

LONDON: Popstar Justin Timberlake (41) hat die Rechte an seiner Musik an die Firma Hipgnosis Song Management verkauft. Der Deal umfasse die Gesamtrechte an Timberlakes bisherigem Werk, teilte die Firma am Freitag mit. «Justin Timberlake ist nicht nur einer der einflussreichsten Künstler der letzten 20 Jahre, sondern auch einer der größten Songwriter aller Zeiten», wurde der Hipgnosis-Gründer und frühere Musikmanager Merck Mercuriadis in der Mitteilung zitiert. Hipgnosis gilt als einer der Vorreiter der Rechteverwaltung. Das 2018 gegründete Unternehmen mit Sitz in London erwarb zuletzt unter anderem vollständige oder teilweise Musikrechte von Shakira, Mark Ronson und Neil Young. Finanzielle Details wurden nicht bekanntgegeben. Mehrere US-Medien berichteten, der Wert des Deals werde auf rund 100 Millionen US-Dollar geschätzt.


Stones-Gitarrist Wood spricht von «letzter» Tour: «Man weiß ja nie»

LONDON/MADRID: Kurz vor dem Start der Jubiläumstournee der Rolling Stones hat Gitarrist Ronnie Wood in einem Interview von einem möglichen Abschied der legendären Rockband von der großen Bühne gesprochen. Er brauche im Sommer seine volle Energie, sagte Wood (74) der spanischen Ausgabe des «Esquire»-Magazins. «Schließlich stehen wir vor der letzten Tournee.» Darauf angesprochen, was er damit meine, ruderte Wood allerdings ein wenig zurück. «Na ja, jede Tournee ist die letzte. Man weiß nie, was als nächstes passiert.» Die Stones feiern in diesem Sommer ihr 60-jähriges Bestehen mit der «Sixty»-Tournee, auf der sie auch in München und Gelsenkirchen auftreten werden. Zuvor hatte die Band einen Schicksalsschlag verkraften müssen. Stones-Schlagzeuger Charlie Watts starb im August vergangenen Jahres nach kurzer Krankheit. Frontmann Mick Jagger und Gitarrist Keith Richards sind 78 Jahre alt. Wood, der zum Tourneeauftakt am 1. Juni in Madrid seinen 75. Geburtstag feiert und vor 47 Jahren zur Band kam, ist das jüngste Mitglied.

Sloterdijk: Putin ähnelt Lenin, Krieg gleicht «Entkolonialisierungen»


Yes-Schlagzeuger Alan White gestorben

LONDON: Der Schlagzeuger der britischen Progressive-Rock-Band Yes, Alan White, ist am Donnerstag im Alter von 72 Jahren gestorben. Das teilten seine Familie und die Band in den sozialen Medien mit. Ihr vielgeliebter Drummer und «Freund seit 50 Jahren» sei nach kurzer Krankheit in seinem Zuhause nahe der US-Stadt Seattle gestorben, schrieb die Band auf Twitter. Die Nachricht habe die gesamte Yes-Familie schockiert und fassungslos gemacht. Die Band will die bevorstehende Tournee in Großbritannien im Juni laut Nachrichtenagentur PA nun White widmen.

White wurde am 14. Juni 1949 in Pelton in England geboren. 1972 stieß er zu Yes und war seit dem Tod des Gründungsmitglieds Chris Squire im Juni 2015 das dienstälteste Mitglied der Band. Er arbeitete auch mit Stars wie John Lennon, George Harrison und Eric Clapton zusammen. Yes, 1968 gegründet, war 2017 in die «Rock & Roll Hall of Fame» aufgenommen worden. Zu ihren Hits gehören «Owner Of A Lonely Heart», «Roundabout» und «Long Distance Runaround».

Whites Tod löste Bestürzung aus. Yoko Ono twitterte, White sei ein wunderbarer Schlagzeuger gewesen, der einen wesentlichen Anteil am Sound von Lennon-Hits wie «Imagine» und «Instant Karma» gehabt habe. «Er war immer sanft, freundlich und gut gelaunt.»

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