Neue US-Sanktionen gegen Zulieferer des iranischen Atomprogramms

Foto: epa/Michael Reynolds
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WASHINGTON (dpa) - Die USA haben Zulieferer des iranischen Atomprogramms mit Sanktionen belegt. Die sieben Firmen und fünf Personen aus China, Belgien und dem Iran hätten das für die iranische Uran-Anreicherung verantwortliche Unternehmen unterstützt, erklärte das US-Finanzministerium am Donnerstag.

Der Iran habe in Belgien und in China ansässige Firmen genutzt, um für das Atomprogramm wichtige Teile zu kaufen «und den bösen Absichten des Regimes zu dienen», erklärte Finanzminister Steven Mnuchin. Die USA seien angesichts der Uran-Anreicherung und des provokativen Verhaltens des Irans sehr besorgt, so Mnuchin.

Wegen der Sanktionen wird mögliches Vermögen der betroffenen Firmen und Personen in den USA eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern künftig verboten, mit den Firmen Geschäfte zu machen. Auch könnten ausländische Finanzunternehmen, die für die Firmen Transaktionen durchführen, mit Sanktionen belegt werden.

Die USA waren im vergangenen Jahr aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen und haben seither scharfe Wirtschaftssanktionen gegen Teheran wieder in Kraft gesetzt, darunter auch ein Verbot von Ölexporten. Der Iran wiederum verstieß zuletzt demonstrativ gegen zwei zentrale Auflagen des Abkommens von 2015: Die Islamische Republik überschritt die Menge an erlaubtem Uran und die Obergrenze der Anreicherung.

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Ingo Kerp 19.07.19 13:39
Die Liste der Personen, Firmen und Länder die von den USA nicht erpreßt werden, ist inzwischen kleiner als umgekehrt.