Neue Regeln für Livemusiklokale

Bild: PR Pattaya
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PATTAYA: In Pattaya werden derzeit neue Maßnahmen zur Regulierung von Unterhaltungsstätten, einschließlich solcher, die Live-Musik außerhalb der zugewiesenen Entertainment-Zonen anbieten, umgesetzt. Diese Initiative ist Teil einer nationalen Strategie, die darauf abzielt, die Wirtschaft durch Förderung des Tourismus zu stärken, während gleichzeitig die Lebensqualität der Bürger geschützt wird.

Laut den neuen Richtlinien müssen alle betroffenen Einrichtungen Schallschutzverglasung installieren, um die Geräuschbelästigung in den umliegenden Gemeinden zu minimieren. Diese Maßnahme soll nicht nur die Lärmbelästigung eindämmen, sondern auch potenzielle Konflikte zwischen den Betreibern der Unterhaltungsstätten und den Anwohnern verhindern.

Bild: PR Pattaya
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Die thailändische Regierung betont, dass diese Politik dazu dient, ein Gleichgewicht zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung durch Tourismus und dem Erhalt der Lebensqualität der Einheimischen zu schaffen. Durch die Implementierung dieser Schutzmaßnahmen wird eine harmonischere Koexistenz zwischen den Geschäftsinteressen und den Bedürfnissen der Gemeinschaft angestrebt.

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Thomas Sylten 09.06.24 22:30
@Norbert
Ja: Die Hauptstadt der indonesischen Provinz Papua ist Jayapura, an der Nordküste nahe der Grenze zum unabhängigen Papua-Neuguinea.

Agats (Südküste) kann man selbstredend keineswegs mit Pattaya vergleichen, auch Live-Musik findet man nicht in der Art, wie wir uns das vorstellen. Aber es gibt Festivals, die die Kultur der Asmat zu erhalten suchen, und also auch eigene Musik bieten - da wir eins miterlebten, denke ich dass sie häufiger vorkommen. Es sind Veranstaltungen von Einheimischen für Einheimische, da es so gut wie keine Touristen dort gibt - jedenfalls haben wir dort die ganze Zeit keine weiteren getroffen. Nach dem Bali-Trubel eine Wohltat..

Ich habe das Beispiel angeführt, weil ich in einer derart abgelegenen Gegend, die tatsächlich von Leuten bewohnt wird, die bis vor Kurzem noch als Kopfjäger und Kannibalen gefürchtet waren, sicher keine fortgeschrittenen technischen Errungenschaften erwartet hätte -
und daher sehr überrascht war, ausgerechnet hier einen Blick in die Zukunft werfen zu können. Alles was wir sehen ist ja eine Momentaufnahme: So wie unsere südostasiatischen Städte vor einer Generation noch von Fahrradrikschas und vor 20 Jahren von Zweitaktergekreisch dominiert waren, wo heute überwiegend Viertaktroller summen, so werden in weiteren 10 Jahren dort wohl Elektroroller weitgehend geräuschfrei herumgeistern. Und diese Zukunftsvision habe ich nun unerwartet bereits erlebt - ausgerechnet in einer Region, wo ich es wohl am wenigsten erwartet hätte.
michael von wob 08.06.24 16:30
@ T.Sylten
Super , wenn die Kanibalen ihre Nachbarn essen werden sie nicht von Motorgeräuschen gesört. Auch nicht schlecht .
Thomas Sylten 08.06.24 15:50
@Titus
Da habe ich gerade ein verwunderliches Beispiel kennen gelernt:
Ausgerechnet in Neuguinea - wohl dem Flecken Erde, der uns mit am altertümlichsten erscheint - findet im Asmat-Stammesgebiet an der Südküste unverhofft bereits "Zukunft" statt:
Im Hauptort Agats gibt es keine Autos, sondern jede Menge Motorroller - aber durchgängig ausschließlich elektrische..!! D.h., trotz regen Verkehrs kein Geräusch - jedenfalls keine technischen: Nur das Reden und Lachen der Bewohner. Ich wünsche mir sehr dass sich das auch bei uns durchsetzt.

Das geht freilich nur mit gesetzlicher Vorschrift - ich höre quasi schon das Gezeter unserer Bullshitfraktion von wegen "Freiheitsberaubung".

Nebenbei: Ein solcher E-Roller kostet dort weit unter 1000 USD - ist also auch für Einheimische erschwinglicher als jede Art von Verbrenner. "Getankt" wird nachts zuhause an der Steckdose - der einzige Stromausfall, den ich erlebte, war tags nach einem Gewitter..
Chris Jomtien 08.06.24 02:00
Regulierungswut nun auch im (einstigen) Paradies?
Schade, ich hatte gehofft dass sich die neue Stadtverwaltung, genauso wie alle vorigen, bewusst ist das Pattayas Ruf und Reichtum allein daher rührt, das es weltweit als duchgehende Partymeile bekannt ist.
So wie ich schätzen es die meisten Expats das stets in etlichen offenen Lokalen life Musik geboten wird. Wo genau und was gerade gespielt wird, kann man auf einer Autofahrt durch die Stadt mit offenem Fenstern schon vom weiten orten. Steht's wird man als echter Expat in den, vorwiegend recht rustikalen Lokalen, "country pubs" oder ähnlich, herzlich willkommen .geheißen. Man trifft dort nette Einheimische aus (fast) allen Schichten, die sich ebenso über die lockere Atmosphäre und gute Musik freuen.

Soll das jetzt alles vorbei sein?
Jene Meckeropas, die eigentlich ins Altersheim gehören, sollen sich bitte anderen Zeitvertreib ausdenken als den Lebenden ihre Freuden madig zu reden. In diesem Sinne, Herr Titus, warum sind sie ausgerechnet mitten in die Partymeile der Party-Stadt gezogen wenn es ihnen nicht passt das andere Leute dort Party feiern?
Thailand Fan 07.06.24 16:30
Schön, dass man nach vielen Jahren endlich einsieht, dass man den gemeinsamen Weg suchen muss. Dass es funktioniert, hat Mallorca in der Schinkenstraße (Ballermann) bewiesen, wo der nächtliche Lärm trotz zunehmender Gästezahl verschwunden ist.
Anderes braucht mehr Zeit und Einsicht. So bewährt sich z.B. die neue Einbahnstraßenregelung in Honey und Diana langsam, allerdings wird wegen des fehlenden Gegenverkehrs nun fleißig auf den durchgezogen Linien links und rechts geparkt.
Titus 07.06.24 13:50
Gut dass endlich jemand eingesehen hat, dass Lärm schädlich ist! Da wird im Zusammenhang von Lärmeindämmung über den Erhalt der Lebensqualität gesprochen. Meine diesbezügliche Frage an die Regierung, was ist mit den tausenden aufgemotzten Motorrollern, welche vorallem nachts mit grösster Freude durch Pattayas Straßen brettern, und mit ihrem unerträglichen Lärmpegel hunderte, wenn nicht gar tausende Menschen um ihren wohlverdienten Schlaf bringen???