Nachrichten aus der Wirtschaft am Dienstag

Fotomontage: DER FARANG
Fotomontage: DER FARANG

«Entspannungskurs»: Euro erholt sich von Vortagsverlusten

FRANKFURT/MAIN: Der Euro hat am Dienstag merklich zugelegt. Die Gemeinschaftswährung notierte am Nachmittag bei 1,0774 US-Dollar. Am Morgen hatte er noch rund einen halben Cent niedriger notiert. Damit machte der Euro seine Verluste vom Montag größtenteils wieder wett. «Die Inflation in Deutschland bleibt auf Entspannungskurs», kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. «Damit wird eine Senkung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank ab Juni immer wahrscheinlicher.» Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0749 (Donnerstag: 1,0811) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9303 (0,9249) Euro.

Die Inflation in Deutschland ist weiter auf dem Rückzug. Der nach europäischen Standards erhobene Verbraucherpreisindex HVPI stieg im März im Jahresvergleich um 2,3 Prozent. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Damit nähert sie sich weiter dem Inflationsziel der EZB von zwei Prozent an. Die Daten für den gesamten Währungsraum werden erst am Mittwoch veröffentlicht.


Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,0749

FRANKFURT/MAIN: Der Euro-Kurs ist am Dienstag gefallen. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0749 (Donnerstag: 1,0811) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9303 (0,9249) Euro.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85510 (0,85510) britische Pfund, 163,01 (163,45) japanische Yen und 0,9765 (0,9766) Schweizer Franken fest.


Umfrage: Drei Viertel der Mobilfunknutzer erleben Funklöcher

HEIDELBERG: Drei von vier Mobilfunkanwendern in Deutschland erleben Funklöcher, wenn sie unterwegs das Smartphone nutzen. 18 Prozent der Handynutzerinnen und -nutzer landen sogar regelmäßig in einem Funkloch, wie aus einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Innofact AG für das Vergleichsportal Verivox weiter hervorgeht. Für die Studie wurde keine Analyse mit Messfahrzeugen oder einer anderen Technik vorgenommen, sondern die Bevölkerung nach ihren eigenen Erfahrungen befragt.


Verdi ruft erneut zu Warnstreiks bei der Postbank auf

FRANKFURT/BONN: Die Gewerkschaft Verdi lässt im Tarifkonflikt bei der Postbank nicht locker. Nach zweitägigen bundesweiten Warnstreiks unter anderem in den Postbank-Filialen sind seit Dienstag die Beschäftigten in der Abwicklung von Bankgeschäften (Backoffice) zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie Verdi mitteilte. Aufgerufen zu Warnstreiks sind rund 4500 Beschäftigte in den kommenden Tagen bis einschließlich Donnerstag.


CTS Eventim will Festival- und Ticket-Geschäft von Vivendi übernehmen

MÜNCHEN: Der Konzertveranstalter CTS Eventim will das Festival- und internationale Ticket-Geschäft des französischen Medien- und Mischkonzerns Vivendi kaufen. Eine entsprechende Vereinbarung über eine Kaufoption sei geschlossen worden, teilte CTS Eventim am Dienstag in München mit. Das Management des MDax-Unternehmens zeigte sich zuversichtlich, das Vorhaben «in den kommenden Monaten» abzuschließen.


Bundesverwaltung vergibt Großauftrag an Cloud-Spezialisten Ionos

BERLIN/KARLSRUHE: Der deutsche Cloudanbieter Ionos hat einen Großauftrag von der Bundesverwaltung für den Aufbau einer strikt abgesicherten Computer-Cloud-Lösung erhalten. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die «private Enterprise-Cloud» soll in Rechenzentren des Informationstechnikzentrums Bund betrieben werden. Das Besondere an der Ionos-Lösung ist, dass diese Plattform nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden ist.


Marktführer Tchibo erhöht Mitte April die Kaffeepreise

HAMBURG: Die Verbraucher in Deutschland werden bei ihrem liebsten Getränk tiefer in die Tasche greifen müssen. Marktführer Tchibo reagiert auf höhere Weltmarktpreise und steigende Kosten und passt die Preise für Röstkaffee an, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg ankündigte. Zum 15. April sollen die Preise zwischen 50 Cent und 1 Euro pro Pfund erhöht werden. Tchibo gilt als Signalgeber in der Branche.


Insolvenzverfahren für Galeria Karstadt Kaufhof eröffnet

ESSEN: Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof hat auf dem Weg zur Rettung aus der Insolvenz ein wichtiges Etappenziel erreicht. Wie erwartet hat das Amtsgericht Essen das Insolvenzverfahren für das Unternehmen eröffnet, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung hervorging. Damit können nun die Gläubiger ihre Forderungen anmelden. Gespräche mit einem möglichen neuen Eigentümer laufen bereits.


Inflation verliert weiter an Tempo

WIESBADEN: Die Inflation in Deutschland hat sich weiter abgeschwächt. Im März lagen die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Das ist der niedrigste Wert seit April 2021 mit damals 2,0 Prozent. Im Februar hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen und im Januar bei 2,9 Prozent.


Bitcoin-Kurs fällt auf tiefsten Stand seit über einer Woche

NEW YORK/FRANKFURT: Der Kurs des Bitcoin ist am Dienstag deutlich gesunken. Auf der Handelsplattform Bitfinex wurden am Mittag rund 65.300 US-Dollar für einen Bitcoin gezahlt. In der Nacht zum Dienstag hatte er noch fast 70.000 Dollar gekostet. «Der jüngste Ausverkauf könnte auf einen Liquiditätsmangel am langen Osterwochenende zurückzuführen sein», sagte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. «Die dünne Liquidität hat zum wiederholten Mal etwaige Hoffnungen auf einen Gipfelsturm zunichtegemacht.»

Der Bitcoin hat seit seinem Höchststand von fast 74.000 Dollar Mitte März etwa zehn Prozent an Wert verloren. Das Angebot an neuen Bitcoin-Token wird sich diesen Monat voraussichtlich halbieren - ein Ereignis, das alle vier Jahre eintritt und von einigen Händlern als Stütze für die Kryptowährung angesehen wird. Andere argumentieren, dass zusätzliche Gewinne nur schwer zu erzielen sein werden, da sich der Token seit Anfang 2023 bereits vervierfacht hat.

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