Mülllawine in Indonesien tötet fünf Menschen

Bagger, die nach einer Mülllawine auf einer Deponie in Bantargebang zur Suche nach Opfern eingesetzt werden. Foto: epa/Basarnas
Bagger, die nach einer Mülllawine auf einer Deponie in Bantargebang zur Suche nach Opfern eingesetzt werden. Foto: epa/Basarnas

JAKARTA: Plötzlich rutscht ein Berg aus Müll: In Bantargebang werden Menschen verschüttet, Müllwagen und Imbissstände begraben. Was macht die Mega-Deponie am Rand von Jakarta so gefährlich?

Bei einem Erdrutsch auf einer der größten Müllhalden der Welt am Rand der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere würden noch vermisst, teilten die örtlichen Rettungsdienste mit. Das Unglück ereignete sich am Sonntag auf der riesigen Abfallentsorgungsanlage Bantargebang in der Satellitenstadt Bekasi.

Bantargebang nimmt täglich Tausende Tonnen Abfall aus der indonesischen Hauptstadt auf. Jakarta ist laut einem UN-Bericht aus dem vergangenen Jahr mittlerweile die bevölkerungsreichste Stadt der Welt - in der Metropolregion leben etwa 42 Millionen Menschen. Rund um das weitläufige Gelände der Deponie arbeiten zahlreiche informelle Müllsammler und Kleinhändler. Sie sind bei solchen Unglücken besonders gefährdet.

Auch Müllwagen und Imbissstände verschüttet

Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden die Opfer von Müllmassen und Trümmern verschüttet, als plötzlich ein Teil der Deponie abrutschte. Der Müllberg, der kollabierte, war nach Angaben der Nachrichtenagentur Antara mindestens 50 Meter hoch.

Rettungskräfte suchen weiter nach den Vermissten. Der Erdrutsch begrub nach Angaben der Behörden auch mehrere Müllwagen und kleine Imbissstände. Was das Unglück auslöste, ist noch unklar - jedoch kommen die enormen Müllmassen gerade bei Regen leicht ins Rutschen.

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