Mit Wasser und Säften gegen Mattigkeit

Bei Flüssigkeitsmangel sind Schwindel und Kreislaufkollaps ernste Bedrohungen

Wer im tropischen Thailand das Trinken vernachlässigt, der riskiert seine Gesundheit.
Wer im tropischen Thailand das Trinken vernachlässigt, der riskiert seine Gesundheit.

Bei Müdigkeit, Schwäche, Übelkeit, Kopfschmerzen und Kreislaufstörungen müssen Urlauber im tropischen Thailand nicht gleich einen Arzt aufsuchen. Es können erste Symptome eines Wassermangels sein, wie der Durst. Deshalb ist es eine gute Idee, bei Ausflügen, Besichtigungen und Wanderungen immer eine Wasserflasche dabei zu haben – nicht nur bei anstrengenden Trekkingtouren.

Auch wenn der Mensch an sich ganz und gar nicht von durchscheinender Gestalt ist, so besteht der Körper dennoch zu 70 Prozent aus Wasser. Wasser ist Lösungs- und Kühlmittel für den Organismus. Lebenswichtige Organe wie Herz und Lunge bestehen sogar zu 80 Prozent aus Wasser, das Gehirn zu 75 Prozent. Fast von selbst erklärt es sich da, dass der Organismus nur richtig funktionieren kann, wenn er mit einer ausreichenden Menge an Wasser versorgt wird. Ein Mensch überlebt zwar etwa einen Monat ohne Nahrungsaufnahme, aber nur wenige Tage ohne Flüssigkeit.

Mineralstoffe und Spurenelemente

Vor allem älteren Menschen, Kindern sowie Frauen und Männern mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann Hitze zu schaffen machen. Der Körper versucht, seine Temperatur durch verstärkte Schweißproduktion zu senken. Durch das Schwitzen gehen Flüssigkeit, Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Die müssen dem Körper wieder zugeführt werden.

Beim Schwitzen weiten sich die Blutgefäße der Haut. Dadurch sinkt der Blutdruck, und der Kreislauf wird geschwächt. Schwindel, Herzrhythmusstörungen und Kreislaufkollaps sind ernste Bedrohungen. Um das zu vermeiden, raten Experten, in den Tropen über den Tag verteilt mindestens drei Liter Wasser zu trinken. Wer zu Nierensteinen, niedrigem Blutdruck, Blasenentzündungen, erhöhtem Harnsäurespiegel, Reisedurchfall oder vermehrter Schweißbildung neigt, sollte noch mehr trinken. Die genaue Menge hängt von der körperlichen Belastung, der Außentemperatur und vom Alter ab. Tropenärzte empfehlen auch, auf das Durstgefühl zu achten.

Auch Babys können schnell dehydrieren

In den Tropen ist das Wasser junger Kokosnüsse ein guter, nahrhafter Durstlöscher.
In den Tropen ist das Wasser junger Kokosnüsse ein guter, nahrhafter Durstlöscher.

Durst ist ein Warnsignal des Körpers. Er signalisiert, dass der Wasserhaushalt im Körper schon im Defizit ist. Das ist zunächst nicht schlimm, wenn man sofort für Flüssigkeit sorgt. Aber wer ständig leicht unterversorgt ist, belastet den Stoffwechsel, die Wärmeregulierung des Körpers, den Kreislauf. Davon sind vor allem viele alte Menschen betroffen, weil ihr Durstsignal nicht mehr richtig funktioniert und sie daher oft viel zu wenig trinken. Auch Babys, deren Körper zu 80 Prozent aus Wasser besteht, können schnell dehydrieren – durch starkes Fieber oder Brechdurchfall. Einer bei Reiseanfang in den Tropen auftretenden Mattigkeit kann wirksam mit revitalisierenden Elektrolytbeuteln begegnet werden.

Ideale Durstlöscher sind Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees oder verdünnte Obst- und Gemüsesäfte – nicht aber Bier oder Wein. Der hohe Kochsalzverlust kann auch durch Suppen, wie einer Chicken Noodle Soup oder einer Gemüsebrühe ausgeglichen werden. Beim Essen gilt: keine schwere und fette Kost, sondern besser mehrere kleine und leichte Mahlzeiten mit viel Obst und Gemüse.

In der Mittagszeit die Sonne meiden

Die Mittagssonne sollte bei extremer Hitze generell zwischen 11 und 15 Uhr gemieden werden. Kinder haben in der direkten Sonne nichts zu suchen. Wer trotz der großen Hitze nicht auf Sport verzichten will, sollte seine körperlichen Anstrengungen möglichst nicht in die Mittags- und Nachmittagsstunden legen. Um sich abzukühlen, empfiehlt es sich, Hände, Nacken und Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen. Auch eine lauwarme Dusche kann helfen. Jede schlagartige Abkühlung sollte aber vermieden werden, um den Kreislauf nicht noch mehr zu belasten.

Ein guter Hinweis darauf, wie es um den persönlichen Flüssigkeitshaushalt bestellt ist, ist die Farbe des Urins. Heller Urin ist ein Zeichen dafür, dass man zu viel getrunken hat. Ist der Urin eher dunkel gefärbt, sollte man etwas mehr trinken.

Auch im Schatten wird man braun

Braun werden um jeden Preis, heißt bei vielen Thailandurlaubern die Devise. Wird es dann doch zu heiß, hilft nur noch die Flucht unter den Sonnenschirm oder einen schützenden Baum. Auch hier gedeiht die Sommerbräune.

Allerdings langsamer, wie bei bewölktem Himmel. Dafür ist die Bräune aber gleichmäßiger, denn im Schatten kommt das Licht gestreut an. Durch diesen Effekt ist der Anteil an ultravioletter (UV) Strahlung deutlich reduziert. Deshalb ist es sogar absolut empfehlenswert, sich immer im Schatten zu bräunen. Das abgeschwächte UV-Licht im Schatten hat auch einen weiteren Effekt: Die Gefahr von Sonnenbränden sinkt deutlich. Allerdings heißt das nicht, dass beim Sonnenbad im Schatten auf den üblichen Schutz verzichtet werden sollte. Auch bei bewölktem Himmel kann man Sonnenbrand bekommen.

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