SANTIAGO DE CHILE: Bei Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle in Chile sind nach Regierungsangaben mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Menschen werden vermisst, 17 weitere seien verletzt und mehr als 99.000 von der Außenwelt abgeschnitten worden, teilte die chilenische Katastrophenschutzbehörde Senapred am Montag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz mit.
Für die besonders betroffenen Gebiete rief der chilenische Präsident José Antonio Kast den Katastrophenfall aus. «Aufgrund der starken Regenfälle der letzten Stunden und der zunehmenden Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung der Grundversorgung habe ich angeordnet, in der gesamten Region Coquimbo sowie in der Provinz Huasco den verfassungsmäßigen Ausnahmezustand wegen einer öffentlichen Katastrophe auszurufen», so der Staatschef auf X. Alle materiellen und finanziellen Mittel stünden zur Bewältigung dieses Notfalls zur Verfügung.
Tausende Häuser wurden beschädigt Die Niederschläge hatten bereits in der vergangenen Woche zunächst in mehreren Regionen im Süden und Zentrum des südamerikanischen Landes eingesetzt. Sie hielten auch in der Nacht auf Montag noch an. Betroffen war auch die Metropolregion der Hauptstadt Santiago de Chile, in der knapp 40 Prozent der Gesamtbevölkerung leben.
Tausende Häuser wurden nach Angaben der Regierung beschädigt, vielerorts fiel der Strom aus. Am Wochenende nahmen die Niederschläge auch in den eigentlich trockenen Wüstenregionen Coquimbo und Atacama zu. Medienberichten zufolge traten Flüsse über die Ufer, mehrere Orte mussten wegen Erdrutschen oder Hochwasser evakuiert werden.