Massiver Stromausfall in Chile

Ein Mann geht während eines Stromausfalls in einem Parkhaus. Foto: Matias Basualdo/Ap/dpa
Ein Mann geht während eines Stromausfalls in einem Parkhaus. Foto: Matias Basualdo/Ap/dpa

SANTIAGO DE CHILE: Weite Teile des südamerikanischen Landes sind ohne Elektrizität. Einen Anschlag schließt die Regierung aus und spricht von einer anderen Ursache des Blackouts.

In weiten Teilen von Chile ist der Strom ausgefallen. Dies betreffe den Großteil des südamerikanischen Landes von Arica im Norden bis Puerto Montt im Süden, teilte der Zivilschutz mit. Rund 80 Prozent der Haushalte seien ohne Elektrizität, berichtete die Zeitung «La Tercera» unter Berufung auf die Aufsichtsbehörde für Strom und Kraftstoffe.

Ein Katastrophenschutz-Komitee sei einberufen worden, um Maßnahmen abzustimmen und die Wiederherstellung der Stromversorgung zu koordinieren, teilte Innenministerin Carolina Tohá auf der Nachrichtenplattform X mit. Tohá schloss einen Anschlag aus. «Es gibt keinen Grund zu glauben oder anzunehmen, dass ein Anschlag dahintersteckt.» Es handele sich um den Ausfall einer Übertragungsleitung mit einer Spannung von 500.000 Volt. Dies beeinträchtige das gesamte Stromsystem des Landes, sagte sie. Es werde daran gearbeitet, die Stromversorgung wiederherzustellen.

Die Metro in der Hauptstadt Santiago de Chile stellte den Betrieb ein. Das Verkehrsministerium warnte die Autofahrer im Großraum Santiago zur Vorsicht, da zahlreiche Ampeln ausfielen. Eine Flotte von Elektrobussen wurde demnach eingesetzt, um den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.

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