CHONGQING: Im Westen Chinas löst sich unerwartet ein ganzer Felshang ab. Eine Lawine aus Geröll begräbt Häuser und eine Straße unter sich. Die Menschen hatten noch versucht, zu fliehen.
Mehrere Menschen sind im Westen Chinas bei einem Erdrutsch verschüttet worden. Wie der Katastrophenschutz mitteilte, kam es am Vormittag (Ortszeit) zu einem Bergsturz im Kreis Pengshui, östlich der Metropole Chongqing. Das chinesische Staatsfernsehen verbreitete Aufnahmen des Berghangs, der an einer bewohnten Straße abgebrochen war. Ein weiteres Video zeigte Anwohner, die vor einer Staubwolke flohen.
Wie viele Menschen die Lawine aus Geröll unter sich begraben hat, blieb weiter unklar. Chinesische Staatsmedien berichteten unter Berufung auf die Behörden, dass mehr als zehn Wohnhäuser verschüttet und Menschen eingeschlossen seien. Neun Verschüttete wurden demnach bislang gerettet.
Kurz vor dem Abbruch hätten Anwohner Steinschläge bemerkt, berichtete das Staatsfernsehen weiter. Während der folgenden Evakuierung von 60 Bewohnern sei die Gerölllawine abgegangen, hieß es.
Stromversorgung unterbrochen
Warum sich der Teil der Felswand löste, ist bislang unklar. Die Behörden schickten Dutzende Einsatzkräfte und speziell ausgebildete Retter zu der Unglücksstelle. In der Gegend wurde außerdem die Stromversorgung unterbrochen, nachdem das Geröll drei Strommasten mitgerissen hatte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.
Vor allem im regenreichen Sommer kommt es in China immer wieder zu Erdrutschen. Vergangenen Woche hatte ein Erdrutsch in der nordwestlichen Provinz Gansu nahe der Stadt Longnan 21 Menschen das Leben gekostet.