Fast 300 chinesische Militärschiffe an umstrittenen Gebieten

Manila 

Die philippinische Küstenwache (PCG) überwacht chinesische Schiffe, die vor der Sabina Shoal im umstrittenen Südchinesischen Meer ankern. Foto: epa/Pcg/ho Handout
Die philippinische Küstenwache (PCG) überwacht chinesische Schiffe, die vor der Sabina Shoal im umstrittenen Südchinesischen Meer ankern. Foto: epa/Pcg/ho Handout

MANILA: Fast 300 chinesische Militärschiffe sind binnen einer Woche im Südchinesischen Meer rund um Gebiete gesichtet worden, die die Philippinen für sich beanspruchen. Die Schiffe hätten sich außerhalb und auch innerhalb der exklusiven Wirtschaftszone der Philippinen befunden, teilte eine mit der Beobachtung der Lage beauftragte staatliche Behörde am Mittwoch in Manila mit. Demnach waren die Schiffe im Zeitraum vom 3. bis 10. Mai gesichtet worden, unter anderem an verschiedenen, von China künstlich aufgeschütteten Riffs und Inseln.

China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Neben den Philippinen lehnen auch andere Anrainerstaaten wie Indonesien, Malaysia oder Taiwan Pekings Ansprüche ab. Bereits 2016 hatte der ständige Schiedshof in Den Haag entschieden, dass es keine rechtliche Basis für angebliche «historische Rechte» Chinas auf die Ressourcen in der Region gebe.

Am 7. und 8. Mai vertrieb ein Patrouillenschiff der philippinischen Fischereibehörde drei der chinesischen Schiffe von der Sabina-Untiefe etwa 230 Kilometer östlich der philippinischen Provinz Palawan. Dies war der zweite derartige Vorfall dort seit April. «Wir bekräftigen, dass die Philippinen weiterhin ihre Souveränität, ihre souveränen Rechte und ihre Rechtsprechung über das Westphilippinische Meer (Südchinesisches Meer) verteidigen werden und keinen Zentimeter unseres Territoriums aufgeben werden», teilte die Behörde weiter mit.

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Michael Krispin 13.05.21 17:40
Der Westen, insbesondere die EU sieht nur RU
Statt dass die EU sich mal lieber RU annaehert um nicht zerquetscht zu werden zwischen den USA und China.
Die USA sieht die EU nur solange als Verbündeten wie es ihnen nützt.
Je nach Präsident kann dieses "nuetzt" unterschiedlich ausfallen wie wir alle gelernt haben.
Ist nicht der Hauptgedanke des "Friedensnobelpreistraegers" Frieden schaffen durch engen Handel?
Warum wird hier schon wieder mit zweierlei Mass gemessen.? Weil die USA es so will?
Ist DE/EU doch nicht so Souverän wie alle glauben wollen?
Ich habe viel mit Chinesen zu tun und kenne diese Kultur als vorausschauend Werte zu schaffen fuer die nachfolgende Generation. Da hat der arrogant egoistische Wertewesten leider nichts dagegen zu setzen ausser Bomben. Das wird mittlerweile auch schwierig. In 10 bis 20 Jahren kommen die Chinesen als Expats und nicht als Koch nach Europa wenn man feststellt, dass die Fachkräfte aus Syrien und Co doch nicht so zuenden. Zuendeln vielleicht.
Dracomir Pires 13.05.21 16:10
300 chinesische Marineschiffe
Haben die Philippinen überhaupt 300 Torpedos?
Ingo Kerp 13.05.21 12:20
Bei dem massiven Auftreten der Chinesen, bleibt fast nur noch die Moeglihkeit des ohnmächtigen Zusehens. Weltweite Proteste, insbesondere der Anrainerstaaten des Südchines. Meeres sowie des Schiedhofes in Den Haag, verhallen ungehoert in CHN. Wie will man dem beikommen? Militärisch auf keinen Fall, da momentan offensichtlich kein Land der Welt so gerüstet ist, das man es mit CHN aufnehmen koennte. Wirtschaftl. bestrafen durch Boykottierungen, dürfte, bei den geschäftl. Verflechtungen, inzwischen fast jedes Land selbst in wirtschaftl. Schwierigkiteen bringen. Da ist guter Rat teuer.