Mailänder Fashion Week

Prada kühn-romantisch, Max Mara monochrom

Emporio Armani - Laufsteg - Mailänder Modewoche Herbst/Winter 2024/25. Foto: epa/Matteo Bazzi
Emporio Armani - Laufsteg - Mailänder Modewoche Herbst/Winter 2024/25. Foto: epa/Matteo Bazzi

MAILAND: Historisches und Heutiges kühn gemixt - so sieht die neue Prada-Mode aus. Präsentiert wurde sie am Donnerstagnachmittag auf der Mailänder Fashion Week, wo noch bis Montag die Trends für die Saison Herbst/Winter 2024/25 zu erleben sind.

«Instinktive Romantik», so betiteln Miuccia Prada und Raf Simons, die kreative Doppelspitze des Mailänder Trendlabels, ihre neue Kollektion. Der Ansatz: aus der Vergangenheit lernen, um etwas Neues zu erschaffen. Ihm folgend kombinieren sie zum Beispiel Biker- und Bomber-Jacken zu Röcken mit Schößchen und Schleifendetails. Weibliche Klischees wie Schleifen, Rüschen und Fransen werden mit maskulinen Stoffen fast schon ironisch gebrochen. Und darüber thronen dann auch noch militärisch anmutende Mützen. Unter vielen Kleidern blitzen weiße Unterkleider hervor. Der größte Coup der Kollektion sind Kostüme, aber auch einzelne Röcke und Jacken, deren Wollstoff der Vorderseite hinten von seidigen Stoffen kontrastiert wird.

Für Max Mara ist Colette die Frau der Stunde. Der legendären französischen Schriftstellerin widmete das italienische Modehaus seine jüngste Kollektion. In ihrem Zentrum steht wie immer der Mantel, der Markenkern von Max Mara. Er ist oft sehr lang, überschreitet manchmal die Grenze zur Strickjacke oder greift hier und da die Form der männlichen Caban-Jacke auf. Die Looks sind häufig monochrom, der Fokus liegt auf der Form. Über Kimono-Ärmel und Obi-Gürtel fließen japanische Einflüsse ein. Kleiderformen aus dem Boudoir-Stil werden in alltagstaugliche Varianten aus Tweed und Flanell übersetzt.

Etro brachte bereits am Mittwochabend neben der Damen- auch die Herrenkollektion auf den Laufsteg. Für die dort vorgeführte Mode ließ sich Kreativdirektor Marco De Vincenzo von der griechischen Mythologie inspirieren und Homers «Odyssee» Kleidung werden. In einer von Brauntönen angeführten dunklen Farbskala treffen den Körper umhüllende Formen auf kompakte Jacken und Mäntel mit markanter Schulterbetonung. Bunte Drucke zieren Filz und Leder. Das Paisley-Muster, das Markenzeichen Etros, wird in grobmaschigem Strick neu inszeniert.

In den kommenden Tagen stehen weitere Hochkaräter der italienischen Mode auf dem Programm der Mailänder Fashion Week. So werden unter anderem noch Dolce & Gabbana, Gucci und Giorgio Armani ihre neuesten Damenkollektionen präsentieren.

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