LUZERN: Farbenfrohe Fantasiegestalten übernehmen an den närrischen Tagen in Luzern am Vierwaldstättersee das Zepter. Es gibt viel Krach und einen riesigen Papierregen. Was Telefonbücher damit zu tun haben.
Mit dem «Urknall» und Feuerwerk ist in Luzern am Vierwaldstättersee um 05.00 Uhr die Fasnacht gestartet. Wie immer kam die sagenumwobene Symbolfigur Bruder Fritschi mit ihrer Familie im Boot über den See und wurde von 25.000 Fasnächtlern lautstark begrüßt.
Fritschi zog mit Getöse zum Kapellplatz in die Altstadt, wo traditionsgemäß riesige, hoch über dem Platz baumelnde und mit Papierschnipseln gefüllte Ballons zum Platzen gebracht wurden. Dieser «Fötzeliräge» (Schnipselregen) gehört jedes Jahr zum Auftakt der närrischen Tage. Die Schnipsel werden in der Regel aus alten Telefonbüchern hergestellt.
Fasnachtssicherheit mit KI
Die Fasnacht in Luzern mit Anfängen im Mittelalter gilt als eine der ältesten und besten in der Schweiz. Bis Aschermittwoch feiern farbenfrohe Fantasiegestalten mit aufwendigen Kostümen und Schaulustige. In Basel beginnt die Fasnacht erst am Montag nach Aschermittwoch.
Jedes Jahr kommen mehr Schaulustige, im vergangenen Jahr schon mehr als 300.000. Gedränge in den kleinen Gassen der Altstadt könnte zu Panik führen, fürchten Sicherheitskräfte. Deshalb werden jetzt Live-Bilder aus den Gassen mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert, sagt Christian Wandeler, Sicherheitsmanager der Stadt, im Rundfunk. Wenn es zu viel Gedränge gibt, können etwa dann Zugangsstraßen gesperrt werden.